Devisen Vor Italien-Referendum wächst die Angst um den Euro

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Wetten auf „Italexit“ laufen
Diese Versicherer sind systemrelevant
Aegon
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Insgesamt stuft der Financial Stability Board weltweit neun Versicherer als systemrelevant ein. Weil sich das FSB nicht dazu durchringen kann, auch Rückversicherer auf die Liste setzen, sucht man die Namen von Branchengiganten wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway oder Munich Re vergeblich. Das Board führt die Liste ohne spezielle Reihenfolge, dementsprechend sind die Assekuradeure alphabetisch geordnet. Den Anfang macht die niederländische Aegon. 1983 gegründet, verwaltet der Konzern aus Den Haag 477 Milliarden Dollar an Vermögen. (Quelle: Financial Stability Forum)

Allianz
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Die Allianz mit Hauptsitz in München ist der einzige deutsche Versicherungskonzern, den das Financial Stability Board als systemrelevant einstuft. Und das aus gutem Grund: Mit einem verwalteten Vermögen von 928 Milliarden US-Dollar ist der 1890 gegründete Konzern in mehr als 70 Ländern der Welt vertreten – und ist damit der zweitgrößte Versicherer Europas.

AIG
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Die American International Group (AIG) wurde 1919 gegründet, hat ihren Sitz in New York und beschäftigt weltweit rund 66.000 Mitarbeiter. Aktien der AIG notieren an der NYSE in der Wall Street und in Tokio. Die Amerikaner managen 514 Milliarden Dollar.

Aviva
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Gleich mehrere britische Konzerne gelten laut FSB als systemrelevant: Aviva, die bis 2002 noch CGNU hießen, gehören zu den fünf größten Erstversicherern der Welt. Aviva verfügt über ein Gesamtvermögen von 574 Milliarden Dollar und beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter weltweit.

Axa
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Die Axa-Gruppe mit Sitz in Paris ist mit 166.000 Mitarbeitern in 64 Ländern der Welt vertreten und knackt mit einem Gesamtvermögen von 1022 Milliarden Dollar die Billionen-Schallmauer. Axa hat mehr als 100 Millionen Kunden und gilt als größter Versicherungskonzern der Welt.

MetLife
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Der US-amerikanische Konzern Metropolitan Life Insurance Company, besser bekannt als MetLife, ist der größte Anbieter von Lebensversicherungen in den USA. Das Unternehmen wurde 1868 gegründet und beschäftigt etwa 70.000 Mitarbeiter. Laut aktuellem Quartalbericht kommen die New Yorker auf 952 Milliarden Dollar unter ihren Fittichen.

Ping An Insurance
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Der chinesische Ping An Insurance ist der einzige als systemrelevant erachtete asiatische Versicherer. Ping An wurde 1988 gegründet und ist Hong Kong und Shanghai gelistet. Zu der Holding gehören verschiedene Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Die Chinesen verzeichnen ein erfolgreiches Jahr mit starkem Wachstum, gemanagt werden knapp 690 Milliarden Dollar.

Bereits vor der Volksabstimmung haben ausländische Anleger offenbar riesige Wetten auf einen Kurssturz an der Mailänder Börse platziert, wie deren Chef, Raffaele Jerusalmi, sagte. Unter Börsianern macht bereits das Wort „Italexit“ die Runde – also ein Abschied des Landes aus der Währungsunion.

In den vergangenen Jahren stand das hoch verschuldete Euro-Zonen-Mitglied Griechenland im Fokus. Ein „Grexit“ wurde jedoch durch gemeinsame Anstrengungen der Europäer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) abgewendet, die das Land durch massive Finanzhilfen im Euro hielten.

Investoren blicken nun mit bangem Blick nach Rom: Sie hegen auch die Sorge, dass ein Sturz der Regierung die Sanierung krisengeplagter Banken erschweren würde. Die wichtigsten italienische Geldhäuser haben 29 Prozent aller faulen Kredite von Großbanken in der Euro-Zone in ihren Büchern, wie aus Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht. Dies ist neben der fast schon chronischen Wachstumsschwäche des Landes, dem hohen Schuldenberg des Staates und der ausufernden Bürokratie nur eines der Probleme, mit denen Renzi zu kämpfen hat.

So viel schütten die Dax-Unternehmen aus

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-183,25 -1,44%
Chart von DAX ®
Dax
1 von 31

Die diesjährigen Hauptversammlungen der 30 Dax-Konzerne versprechen rekordhohe Ausschüttungen – insgesamt knapp 31 Milliarden Euro. Voraussichtlich 21 Konzerne erhöhen ihre Dividende.

Die Rendite im Dax liegt im Mittel seit dem Jahr 2004 bei gut drei Prozent. Sehen Sie die Einschätzung zur Dividende – sortiert nach der (geschätzten) Höhe der Dividendenrendite aller Firmen.

Mehr dazu lesen Sie auch in dieser ausführlichen Handelsblatt-Analyse.

PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000PSM7770
Börse
FSE

-0,18 -0,75%
+23,64€
Chart von PROSIEBENSAT.1 MEDIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Pro Sieben Sat1
2 von 31

Pro Sieben Sat1: Die höchste Dividendenrendite gibt es direkt vom Dax-Aufsteiger 2016. Mit erwarteten 1,91 Euro je Aktie schüttet das Medienunternehmen damit 80 bis 90 Prozent des bereinigten Konzernüberschusses aus. Das ist für Dax-Unternehmen jedoch die absolute Ausnahme.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 1,80 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 1,91 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007100000
Börse
L&S

-0,10 -0,17%
+57,95€
Chart von DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Daimler
3 von 31

Daimler: Der Automobilkonzern aus Stuttgart ist auch deswegen interessant, weil die Experten hier in diesem Jahr mit der höchsten Ausschüttungssumme rechnen – nämlich bis zu 3,5 Milliarden Euro.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,25 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,6 Prozent

*geschätzt

ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008404005
Börse
FSE

-2,48 -1,41%
+173,64€
Chart von ALLIANZ SE VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Allianz
4 von 31

Allianz: Der Versicherungskonzern aus München glänzt auch in diesem Jahr wieder mit einer stattlichen Dividendenrendite. In den letzten zwölf Monaten konnte der Kurs der Aktie um gut sechs Prozent zulegen.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 7,30 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 7,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,82 Prozent

*geschätzt

MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0008430026
Börse
L&S

-3,90 -2,16%
+176,80€
Chart von MUENCHENER RUECKVERS.-GES. AG VINK.NAMENS-AKTIEN O.N.
Münchener Rück
5 von 31

Münchener Rück, ein Dividenaristokrat: Seit 1969 hat der Rückversicherer aus München seine Dividende nicht mehr gesenkt und pflegt damit die wohl längste Tradition im Dax. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass sich das im kommenden Jahr ändern wird.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 8,25 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 8,50 Euro
Dividendenrendite 2017*: 4,9 Prozent

*geschätzt

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
FSE

-2,53 -3,03%
0,00€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN EO 1
BMW
6 von 31

BMW: Der Autobauer aus München darf für das abgelaufene Jahr wieder von einem Rekordgewinn ausgehen. Der Grund: Die teure 7er-Reihe verkaufte sich hervorragend. Der Konzern würde damit zum siebten Mal in Folge seine Ausschüttung erhöhen – wenn auch nur leicht.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 3,20 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 3,23 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005557508
Börse
L&S

-0,10 -0,74%
+13,38€
Chart von DEUTSCHE TELEKOM AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Telekom
7 von 31

Deutsche Telekom: Die Aktie des Telekommunikationsunternehmens aus Bonn hat sich seit Anfang Dezember wieder erholt. Die Aktionäre können sich entscheiden, ob sie die Dividende ausgezahlt oder als neues Aktienpaket bekommen wollen. Im vergangenen Jahr wollten 41 Prozent der Anleger neue Aktien.

Dividende 2016 (für das Jahr 2015): 0,55 Euro
Dividende 2017 (für das Jahr 2016)*: 0,60 Euro
Dividendenrendite 2017*: 3,7 Prozent

*geschätzt

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock nutzte die Zeit vor dem Referendum in Italien unterdessen, um in Europa auf Schnäppchenjagd zu gehen. Das Engagement bei europäischen Banken und anderen Finanztiteln, die vor dem Votum unter Druck geraten sind, sei ausgeweitet worden, sagte Blackrock-Manager Rick Rieder. An italienischen Anleihen halte das Unternehmen weiter fest. Allerdings sei hier das Engagement rückläufig.

Die Vermögensverwalter der Deutschen Bank macht das Verfassungsreferendum nach eigenem Bekunden nicht allzu nervös. Laut dem Chef-Anlagestrategen der Deutschen Asset Management, Stefan Kreuzkamp, sind viele Risiken am Markt schon eingepreist. Bei italienischen Staatsanleihen sehe er sogar die Chance weiterer Zukäufe.

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1 Kommentar zu "Devisen: Vor Italien-Referendum wächst die Angst um den Euro"

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  • Hoffe mal, dass Renzi auch zu seinen Wort als Italiener steht und er von seinen Amt zurücktritt, wenn er die Abstimmung verlieren sollte.

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