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Devisen Yuan fällt auf den tiefsten Stand seit Februar 2008

Am Wochenende hat sich der Handelsstreit weiter zugespitzt. Zum Wochenstart fällt die chinesische Währung auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren.
Update: 26.08.2019 - 08:22 Uhr Kommentieren

„China hat eine komplett andere Sicht auf einen möglichen Währungskrieg”

Frankfurt Für die chinesische Währung geht es auch zum Start in die neue Woche weiter bergab: Der Yuan notiert am Montagmorgen zum Dollar mit 7,15 Yen – das ist der niedrigste Stand seit Februar 2008. Am Freitag sank die chinesische Währung bereits auf den geringsten Stand seit März 2008.

China wird Währungsmanipulation vorgeworfen: Mit der Abwertung des Yuan versuche die Regierung in Peking die Wettbewerbschancen chinesischer Waren auf dem Weltmarkt zu verbessern und somit die Belastungen durch die US-Strafzölle abzumildern.

Der Handelsstreit zwischen den beiden Volkswirtschaften spitzt sich immer weiter zu: Am Freitag kündigte China Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von 75 Milliarden Dollar an. US-Präsident Donald Trump reagierte umgehend und gab bekannt, dass es zusätzliche Abgaben auf chinesische Güter im Volumen von rund 550 Milliarden Dollar geben soll. Außerdem rief er die heimischen Unternehmen dazu auf, China den Rücken zu kehren.

Chinesische Staatsmedium wiederum warnten vor einem unwiderruflichen Schaden für US-Unternehmen. „Washington hat erneut für eine Eskalation des Streits gesorgt in der Hoffnung, dass Peking schnellstmöglich das Handtuch werfen wird“, hieß es am Montag in einem Leitartikel der englischsprachigen Zeitung „China Daily“. Peking betrachte den Handelskrieg als unausweichliche Feuerprobe, aus der das Land gestärkt hervorgehen werde.

Auf anderen Kanälen aber sendet Peking Entspannungssignale: „Wir sind gewillt, die Probleme durch Beratungen und Kooperationen mit einer ruhigen Haltung zu lösen“, sagte Liu He, chinesischer Vizepremier und in der Regierung für die Verhandlungen mit den USA zuständig, an diesem Montag nach Angaben des Wirtschaftsmagazins „Caixin“ bei einer Veranstaltung in Chongqing.

„Wir glauben, die Eskalation des Handelskriegs ist nicht dienlich für China, die Vereinigten Staaten und ist nicht im Interesse der Menschen auf der Welt.“ China heiße weiter alle ausländische Investoren willkommen – inklusive denjenigen aus den USA. Am Freitag hatte sich der Disput zwischen den beiden Ländern weiter zugespitzt.

Auf den Eurokurs haben die jüngsten Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China bisher keinen Einfluss genommen: Am Montagmorgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1145 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am Freitagabend.

Mit Agenturmaterial.

Mehr: Der Handelsstreit zwischen den USA und China macht die Anleger in Fernost auch zum Wochenbeginn nervös. Die wichtigsten Indizes starten mit Verlusten.

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