Devisenmanipulation Interner Kontrollprozess bei Bank of England

Bereits im Juli 2006 hatten Offizielle der britischen Notenbank Bank of England Hinweise auf Währungsmanipulationen. Satte sieben Jahre später wurde ein Untersuchungsverfahren eröffnet – mit bislang einem Vorfall.
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Einen Mitarbeiter der Bank of England hat es bereits erwischt: Er soll Absprachen im Devisenhandel stillschweigend gebilligt haben. Wie es mit dem noch Unbekannten weitergeht, sei offen. Quelle: Reuters

Einen Mitarbeiter der Bank of England hat es bereits erwischt: Er soll Absprachen im Devisenhandel stillschweigend gebilligt haben. Wie es mit dem noch Unbekannten weitergeht, sei offen.

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Frankfurt
Die Bank of England (BOE) legte diese Woche Protokolle von Treffen zwischen Mitgliedern des Zentralbankrates mit Devisenhändlern der wichtigsten Banken vor – mit dem Verdacht auf Manipulation. So war dabei unter anderem die Rede von Einflussnahme auf das Fixing des „WM/Reuters 4 p.m. London”, einer täglich ermittelten Devisenbenchmark.

Die britische Notenbank suspendierte überdies einen ihrer Mitarbeiter nach einer internen Untersuchung – Disziplinarmaßnahmen stünden aber noch nicht fest. Demnach hat dieser Mitarbeiter entsprechende Absprachen im Devisenhandel stillschweigend gebilligt.

15.000 E-Mails sowie 21.000 Protokolle aus Chatrooms von Bloomberg und Reuters sowie mehr als 40 Stunden Aufzeichnungen von Telefongesprächen sind laut Mitteilung der Bank of England untersucht worden. Die Protokolle legen offen, dass in der Notenbank lange vor einem Treffen des Zentralbankrats im Jahr 2012 die Probleme bekannt waren.

Eines dieser Treffen fand am 4. Juli 2006 im Gourmetrestaurant Smiths of Smithfield im Finanzdistrikt in London statt. BOE-Chefhändler Martin Mallett teilte den Anwesenden laut Protokoll mit, es gebe Hinweise auf Manipulationen des Marktes zu üblichen Zeitpunkten des Fixings durch Marktteilnehmer. Durch dieses Verhalten werde die Kursermittlung zunehmend problematischer.

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