Devisenmarkt Euro kann Gewinne nicht halten

In den USA ist keine Einigung im Haushaltsstreit erfolgt, die öffentliche Verwaltung ist lahmgelegt. Nun droht eine neue Rezession. Der Dollar geriet gegenüber allen wichtigen Vergleichswährungen kräftig unter Druck.
Update: 01.10.2013 - 17:27 Uhr Kommentieren
Wolken ziehen in Washington über das Weiße Haus. Es drohen Gehaltskürzungen und Zwangsurlaub in der Verwaltung – die USA sind lahmgelegt. Quelle: dapd

Wolken ziehen in Washington über das Weiße Haus. Es drohen Gehaltskürzungen und Zwangsurlaub in der Verwaltung – die USA sind lahmgelegt.

(Foto: dapd)

FrankfurtDer Euro hat am Dienstag seine Gewinne nach der Zuspitzung im US-Haushaltsstreit nicht halten können. Am Morgen erreichte die Gemeinschaftswährung noch ein Tageshoch bei 1,3588 US-Dollar. Die US-Regierung hatte zuvor rund 800 000 Angestellte der öffentlichen Verwaltung in den Zwangsurlaub geschickt. Am Nachmittag konnte sich der US-Dollar allerdings wieder erholen, und der Eurokurs stand zuletzt nur noch bei 1,3525 Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3554 (Montag: 1,3505) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7378 (0,7405) Euro.

„Man kann wirklich nicht behaupten, dass der Devisenmarkt heute panisch reagiert hätte“, kommentierte Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank die Reaktion der Anleger auf die Zwangsschließung von öffentlichen Einrichtungen in den USA. Dem Kongress war es zuvor nicht gelungen, seinen wochenlangen Haushaltsstreit beizulegen.

Deswegen bleiben seit Dienstag öffentliche Einrichtungen teilweise geschlossen.

Unterstützung bekam die amerikanische Währung durch unerwartet gute US-Konjunkturdaten. Der Kurs des Euro rutschte am Nachmittag in die Nähe des Tagestiefs bei 1,3515 Dollar, nachdem sich die Stimmung in der US-Industrie überraschend weiter aufhellte. Der am Markt stark beachtete Einkaufsmanagerindex ISM erreichte im September den besten Wert seit zweieinhalb Jahren.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83450 (0,83605) britische Pfund, 132,60 (131,78) japanische Yen und 1,2253 (1,2225) Schweizer Franken fest. Am Nachmittag fiel der Goldpreis ungewöhnlich deutlich. Der Preis pro Feinunze (rund 31 Gramm) des gelben Edelmetalls stürzte an der New Yorker Rohstoffbörse Comex bis unter die Marke von 1300 Dollar. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1290,75 (1326,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31 110,00 (31 310,00) Euro.

  • dpa
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