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Die Geschichte des Bitcoin Eine Pleite führte zum globalen Durchbruch

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1. Akt: Der Mythos des Satoshi Nakamoto

Im Jahr 2008, als Barack Obama zum neuen US-Präsidenten gewählte wurde, veröffentlichte eine Person oder eine Gruppe unter dem japanischen Namen „Satoshi Nakamoto“ ein Weißbuch, das eine dezentral verwaltete Währung konzipierte, vollständig befreit vom Zugriff der Staaten und Banken. „Benötigt wird ein elektronisches Zahlungssystems, dass auf einem kryptografischen Beweis anstelle von Vertrauen basiert, und es zwei Parteien erlaubt, direkt und ohne einen Mittelsmann, dem sie vertrauen, miteinander zu handeln“, schrieb der Unbekannte namens Nakamoto damals. Ob es sich beim Erfinder wirklich um einen Japaner handelt, ist zweifelhaft,

Programmierer und andere Enthusiasten griffen die Vision auf, 2009 wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Schon bald startete der erste Handelsplatz, an dem digitale Münze in reales Geld getauscht werden konnte: Mt. Gox. Und das digitale Heil wie das virtuelle Unheil nahmen ihren Lauf.

Ursprünglich war das 2006 von dem US-amerikanischen Internetunternehmer Jed McCaleb gegründete Unternehmen eine Tauschbörse für elektronische Sammelkarten des Fantasy-Spiels „Magic: The Gathering Online“. McCaleb lieh sich den Anfangsbuchstaben eines jeden Wortes des Spiels und addierte einen Punkt sowie ein X für das englische „exchange“ – und fertig war der Name.

Doch 2010 las er über Bitcoin und witterte seine Chance. Er widmete Mt.Gox am 18. Juli 2010 zur Bitcoin-Börse um und verkaufte seine Internetseite schon im April 2011 an den damals 25-jährigen französischen Programmierer Mark Karpelès, der in Tokio mit seiner Firma Tibanne Geschäfte machte. Die Börse groß zu machen, würde mehr Zeit erfordern als er derzeit habe, teilte McCaleb damals mit. „Daher habe ich mich entschieden, die Fackel an jemanden zu übergeben, der besser befähigt ist, die Internetseite auf die nächste Ebene zu führen.“

Ob dies der wahre Grund war, oder ob ihm die Softwareprobleme zu viel wurden, die Mt. Gox immer wieder plagten, ist unklar. Immerhin gründete McCaleb 2011 die Bitcoin-Kopie Ripple und später Stellar, eine weitere Technik des kryptografischen Zahlungsverkehrs. Nur eines steht fest: Seine Entscheidung sollte weitreichende Folgen zeitigen. Das Epizentrum des kommenden Krypto-Booms verschob sich nach Japan.

2. Akt: Wilder Westen im fernen Osten
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