Edelmetall beliebte Anlageform Richtige Gold-Fans kann nichts erschüttern

Angesichts der Griechenland-Krise wächst unter Anlegern die Unsicherheit. Ein Krisen-Klassiker rückt daher ins Blickfeld: Gold. Der Kurs schwankte zuletzt – doch Gold-Besitzer haben zumindest einen Grund zur Freude.
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Was Experten Gold-Anlegern raten

Was Experten Gold-Anlegern raten

DüsseldorfWas Anleger derzeit für Gold erwärmt? „Zu allererst die Griechenland-Krise, aber auch die Euro-Schwäche und Nullzins-Diskussion sind Faktoren, die für private Anleger derzeit eine wichtige Rolle beim Goldkauf spielen“, sagt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Sprecher der Degussa Goldhandel GmbH. Und viele Kunden sähen den Kauf von Gold ganz klar auch als Alternative zum Halten von Bargeld.

Das Hin und Her im griechischen Schuldenstreit sei das beherrschende Thema in der Beratung, betont auch der Edelmetallhändler Pro Aurum. Anders als im Mai 2010, als die ersten Meldungen über die desolate Finanzlage des Landes die Nachrichten bestimmten, habe es aber noch keine Panik-Goldkäufe gegeben. „Sollten die Hellenen aber tatsächlich pleitegehen oder gar aus dem Euro austreten, dann wird die Goldnachfrage wieder drastisch ansteigen“, prophezeit Benjamin Summa von Pro Aurum.

Mit dieser Einschätzung steht er nicht allein. „Da die Zeit für Griechenland immer knapper wird, sollte Gold als sicherer Hafen in den nächsten Wochen stärker nachgefragt sein“, erwarten auch die Experten der Commerzbank. Das sollte den Preis unterstützen.

Zumindest einen Grund zur Freude gibt es für viele deutsche Gold-Investoren: Auf Euro-Basis ist der Goldpreis zu Beginn des Jahres von 950 Euro auf rund 1.150 Euro gesprungen. Mit zuletzt 1.051 Euro konnte das Edelmetall einen großen Teil dieser Gewinne bis heute verteidigen. Auf Dollar-Basis kostet das Edelmetall mit unter 1.200 Dollar aber in etwa gleich viel wie zum Jahresbeginn. „Auch im direkten Vergleich mit anderen Anlageformen konnte das Gold gut mithalten“, stellt Wrzesniok-Roßbach fest.

Gold wird für mehrere Jahre gekauft

Goldanbieter aus den USA werden zurzeit aber ohnehin etwas neidisch nach Europa schauen. Jenseits des Atlantiks ist vor allem die Nachfrage nach Münzen eingebrochen. Aber europäische Investoren, insbesondere Deutsche, halten Gold unverändert für eine interessante Anlage. Fast ein Drittel würden sich heute immer noch für Gold entscheiden. Zum fünften Mal in Folge ist damit Gold bei den Anlegern am meisten gefragt, so eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Edelmetallhändlers Pro Aurum unter rund tausend potenziellen Investoren.

Die Investoren glauben, dass Gold im Vergleich zu anderen Geldanlagen wie Aktien, Fondsanteilen, Fest- oder Termingeld oder Anleihen, den meisten Gewinn bringt. Als Anlagehorizont wurde eine Geldanlage mit einer Laufzeit von mindestens drei Jahren festgelegt. Zum Vergleich: Nur 23 Prozent der Befragten sehen langfristig den größten Profit bei Aktien. Anleihen bilden mit gerade einmal drei Prozent das Schlusslicht.

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7 Kommentare zu "Edelmetall beliebte Anlageform: Richtige Gold-Fans kann nichts erschüttern"

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  • @ Reitschuster
    Auch ich bin ein kleiner "Metall-Fan"...

    Welche Münzen in Silber und welche Stückelung von Goldbarren würden Sie den für den "schlimmsteb Fall" voziehen?

    So aus Neugierde.

  • @ Reitschuster
    Auch ich bin ein kleiner "Metall-Fan"...

    Welche Münzen in Silber und welche Stückelung von Goldbarren würden Sie den für den "schlimmsteb Fall" voziehen?

    So aus Neugierde.

  • ...und den Besserwissern ein Zitat vom Großmeister:

    "Gold is a currency. It is still, by all evidence, a premier currency. No fiat currency, including the dollar, can macth it."

    - Alan Greenspan-

  • Sicher hat Steel die Prognose mit 1234 Dollar je Unze mit einem gewissen Augenzwinkern gemacht, handelt es sich bei dieser Zahl um eine Schnapszahl. Mit einem Augenzwinkern deshalb, da die Einflussnahme der Notenbanken im Goldmarkt nicht zuverlässig vorhergesagt werden kann.

    Fast kann man sagen, dass sich der Goldpreis in der kurzfristigen Preisfindung bei den Notenbanken in so festen Händen befindet wie die Banknoten. Es sind die Notenbanken, die in großen Mengen die Umsätze im Goldmarkt bewegen. Sie sind es, die Gold als Reserve in großen Mengen aufbauen oder abbauen.

    Gold ist deshalb nur zur kurzfristigen Spekulation geeignet, wenn man die Reaktion der Notenbanken einschätzen könnte. Und dafür müsste man als Privatanleger wissen, welchen Motivationen die Notenbanken für einen Kauf oder Verkauf in Gold gerade nachgehen, was fast unmöglich ist.

    Die Bundesbank dürfte sich vermutlich mit Käufen derzeit zurückhalten, da der Dollarkurs Einkäufe teuer macht. Aber wie sehen das die Chinesen? Sie haben US-Dollarreserven in weit größeren Mengen als es gut wäre. Vermutlich war dies die Motivation der Chinesen im Staat Goldreserven aufzubauen, wenn man nicht den USD gegen den Renminbi tauschen wollte. Letzteres hätte den Renminbi zu stark von Markt gesaugt. China musste also teilweise Gold kaufen, um Währungsneutral USD-Bestände abzubauen.

    Das ist auch der Grund, warum die Geldmenge langfristig direkten Einfluss auf den Goldpreis hat. Baut eine Nation wie die USA große Außenhandelsdefizite auf, dann bleibt beim ausländischen Bankensystem des Counterpart der USD im Währungssystem hängen. Um diese Devisenüberhänge abzubauen kann man dann nicht einfach einen Tausch gegen die eigene Währung machen, da man dann die eigene Währung aus dem Markt nehmen würde.

    Und letztlich entsteht der gleiche Effekt mit anderen Währungen. Dieser Effekt entsteht also nicht deshalb, weil Gold in USD notiert wird.

  • Naja, es ist auf der Erde halt ein anerkanntes, inflationssicheres und über viele Jahre (Jahrhunderte) beständiges Tauschmittel, was man vom Euro und anderen Währungen ja nicht unbedingt behaupten kann.

  • Allen Fanboys von Gold sei ein Zitat vom Meister ans Herz gelegt:

    "[It] gets dug out of the ground in Africa, or someplace. Then we melt it down, dig another hole, bury it again and pay people to stand around guarding it. It has no utility. Anyone watching from Mars would be scratching their head."

    - Warren Buffett

  • Es ist eigentlich die richtige Zeit in Gold zu investieren, die Banken holen es weltweit zurück; dass sollte eigentlich Signal genug sein. bitte auch an Silber denken das ist volatiler und die Marktreserven enger weil es auch zu 90% industriell genutzt wird. Allerdign stehen auf Siulber auch 19% Mehrwertsteuer, die kann man umgehen wenn man in Nicht-EU Münzen investiert - hängt von der Münze ab.

    und überlegen ob man ETCs nimmt, mag ok sein wenn der Markt sich einigermassen stabil erweisst - bei einem Crash könnte aber Umständen ETC's als 'leere' Versrpechungen erweisen, nur physisches Gold/Silber ist gutes Gold/Silber
    cheers
    /K

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