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Edelmetall China drosselt offenbar Goldimporte

China hat einem Bericht nach seine Goldimporte eingeschränkt. Entsprechende Quoten seien beschnitten oder erst gar nicht ausgestellt worden.
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Im Vergleich zum Vorjahr soll China etwa 300 bis 500 Tonnen weniger Gold importiert haben. Quelle: AFP
Gold

Im Vergleich zum Vorjahr soll China etwa 300 bis 500 Tonnen weniger Gold importiert haben.

(Foto: AFP)

Düsseldorf China hat seine Goldimporte seit Mai stark eingeschränkt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf mehrere mit der Sache vertrauten Personen. Angesichts des drastisch an Wert verlierenden chinesischen Yuan sei wahrscheinlich das Ziel, den Abfluss von US-Dollar aus China einzudämmen und die Landeswährung zu stärken.

Denn chinesische Käufer neigen dazu, Dollar zu kaufen, um für das Edelmetall zu bezahlen. „Gold, das hereinkommt, ist Geld, das herausgeht“, erläuterte einer der Insider.

Die Banken, die sich um die Importe kümmern, bekommen monatliche Importquoten von der chinesischen Zentralbank erteilt. Den Insidern zufolge seien diese beschnitten oder über mehrere Montage hinweg gar nicht erst erteilt worden. „Es gibt praktisch keine Importquoten mehr, die in China ausgestellt wurden.“ Im Juni und Juli sei „fast nichts“ von den Banken importiert worden. Auf eine schriftliche Anfrage für eine Stellungnahme reagierte die chinesische Zentralbank nicht.

Etwa 300 bis 500 Tonnen weniger habe China demnach im Vergleich zum Vorjahr importiert – bei dem aktuellen Wechselkurs entspricht das einem Wert von etwa 15 bis 25 Milliarden US-Dollar. Laut Zahlen der Zollbehörde importierte das Land 575 Tonnen in den ersten sechs Monaten des Jahres. In dem gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor waren es noch 883 Tonnen. China hatte bereits in der Vergangenenheit Goldzufuhren verringert. „Aber nie in diesem Ausmaß“, erläuterte eine der Personen.

Insgesamt importierte China nach eigenen Angaben rund 1500 Tonnen Gold, was einen Wert von etwa 60 Milliarden Dollar und etwa einem Drittel des weltweiten Gesamtangebots entspricht. China ist der größte Goldimporteur der Welt. Der Großteil der Importe stammt aus der Schweiz, Australien und Südafrika. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hatte sich die Nachfrage in dem Land verdreifacht. Die offiziellen Goldreserven umfassen nach amtlichen Angaben fast 2000 Tonnen.

Seit Anfang des vergangenen Jahres ist der Yuan um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Dollar gefallen. In diesem Monat hat die Zentralbank zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt zugelassen, dass er unter die Schlüsselschwelle von sieben Yuan pro Dollar fällt.

Mehr: Amerika konsumiert, China produziert: Jahrzehntelang tickte so die Weltwirtschaft. Diese Ära des Freihandels ist beendet. Größter Verlierer könnte Deutschland sein.

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