Edelmetall China steigt zur größten Goldnation auf

China kauft erstmals mehr Gold als jedes andere Land auf der Erde. Die Verkäufer sitzen in Nordamerika und Europa. Die Zahlen untermauern einen Trend, der seit Jahren im Gange ist: Ein Transfer von West nach Ost.
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Ein Model präsentiert goldene Unterwäsche in einem Juwelierladen im chinesischen Wuhan. Quelle: AFP

Ein Model präsentiert goldene Unterwäsche in einem Juwelierladen im chinesischen Wuhan.

(Foto: AFP)

Nirgendwo sonst ist die Nachfrage nach Gold so groß wie in China. Nach Zahlen des Thomson Reuters GFMS Gold Survey kletterte die Nachfrage in China im vergangenen Jahr auf 1189,8 Tonnen – ein Anstieg um 32 Prozent. Die am Donnerstag veröffentlichten Zahlen beruhen auf Schätzungen.

Indien rutscht damit auf Platz zwei. Zwar stieg die Nachfrage 2013 auch hier, allerdings nur um fünf Prozent auf 987,2 Tonnen. Die indische Regierung bremste den Anstieg durch Importzölle und höhere Steuern. In China gab es derartige Beschränkungen nicht. Das berichtete zuerst die britische „Financial Times“.

Während die Nachfrage in Asien deutlich anzog, ließ sie in Nordamerika und Europa kräftig nach. Die Investoren im Westen trennten sich in großem Stil von Gold, was den Preis abrutschen ließ. Im vergangenen Jahr fiel der Goldpreis um mehr als 25 Prozent auf 1250 Dollar je Feinunze. Es war das schlechteste Jahr für Gold seit drei Jahrzehnten. Doch der Absturz wäre noch größer ausgefallen, hätten Chinesen und Inder nicht dagegen gehalten. Die Zahlen untermauern einen Trend, der bereits seit Jahren im Gange ist: Ein Transfer von physischem Gold – also Barren und Münzen – von West nach Ost. Es handele sich um die größte Verschiebung auf dem Goldmarkt in der Geschichte, schreibt GFMS in dem Report.

China ist zuletzt auch zum größten Produzenten von Gold aufgestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 437,3 Tonnen gefördert. Die Reserven der chinesischen Zentralbank beliefen sich nach Angaben aus dem Jahr 2009 auf 1054 Tonnen. Seitdem sind keine offiziellen Zahlen veröffentlicht worden.

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22 Kommentare zu "Edelmetall: China steigt zur größten Goldnation auf"

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  • Sehr geehrter @ mondahu,
    unterschreibe jede Zeile Ihres Beitrags.
    Dennoch gilt: es ischt alles auf gutem Wäg!

  • Och, das wird sicher überbewertet. China ist ja eine relativ junge Nation. Die haben nicht so viel Ahnung wie die USA & Co.

    (Disclaimer: der Beitrag kann Spuren von Zynismus enthalten)

  • Och, das wird sicher überbewertet. China ist ja eine relativ junge Nation. Die haben nicht so viel Ahnung wie die USA & Co.

    (Disclaimer: der Beitrag kann Spuren von Zynismus enthalten)

  • Ich verstehe den Schreiber so, dass die Gegenwart gemeint ist. Wenn also unser Geldsystem spätestens 2015 zusammengebrochen ist, kann der Enkel spaeter diese Aussage seines Opas und Hinweise auf momentanes Geschehen, von sich geben.

    Das der Goldkurs seit Fruehjahr (Absturz) manipuliert wird steht außer Frage. Wird momentan wie schon für Libor überprüft. Warum wird seit kurzem versucht Gold nach DE zu holen? Aber nicht ausreichend in den USA vorhanden? Warum schwafelt Goldmann ständig von fallendem Goldpreis? In 2013 hats noch geklappt und ein paar dumme haben verkauft damit GOldmann sein Papiergold gegen Barren eintauschen konnte. Inwischen verkauft kein vernünftiger sein Gold. Gold steigt, wenn auch langsam. Auch Japaner sollen inzwischen zu den Käufern gehören.


  • Beten wir, dass die Chinesen ihre tragische Geschichte letzter Jahrhunderte vergessen, nachdem sie alle wichtigen Blaupausen umsetzten und mit ihrem Ssecret-Goldvorrat den Unzenpreis bestimmend galant nach oben jagen. Ihr Vermögen weiter mehren, während wir mglw. mit Lebensmittelkarten handeln.

    Dass der Euro mit dieser EU-Gurken-Ländermannschaft nichtso überlebt , ist ja eher unzweifelhaft.
    Bleibt nur eins: Weitsichtig in die Zukunft schauen, handeln. Weder Gauck noch Gaucklern folgen.

  • Aber wir haben doch den tollen Euro und der ist sicher und viel besser als Gold.

  • Die dummen Europäer kaufen Aktien, die Chinesen Gold. Das wird Goldmann und Co. nicht gefallen.

  • Solange der Renmimbi / Yuan noch nicht frei konvertierbar ist, hat die aufstrebende chinesische Mittelschicht ein Problem, wie sie ihr Geld investieren soll.

    Da bieten sich Gold und Silber natürlich an; die chinesische Regierung fördert dies noch.

    Cui bono? -China weiss, dass sie nicht ewig durch Exportüberschüsse überleben können, weil sie damit ihre heimische Produktivität für nur "buntes Papier" verschleudern, was dann für den Konsum im Inland fehlt.

    Ergo steuert man um auf Wachstum im Inneren, wozu die Währung aber erstarken muss. Die US-Dollarmilliarden von Devisenbeständen benutzt man daher dazu, um halb Afrika und seine Rohstoffe aufzukaufen. Gleichzeitig strebt China ganz offensichtlich an, seine Landeswährung über einen (Teil-)Goldstandard als nächste Weltleitwährung zu etablieren, um eben auch aussenwirtschaftlich zu einer dominierenden Weltmacht aufzusteigen.

  • Ist das so schwer zu verstehen?
    Hier werden Verschwörungstheorien ohne Ende verbreitet.
    Einer schreibt auch noch, dass sein Opa damals auf der richtigen Seite war. Hallo? Geht's noch?

  • wenn man so ihr posting liegt meint man im ersten moment dass sie mal schwer enttäuscht wurden oder dass sie ein halbgemaltes bild der welt haben und in borniertheit versinken. wenn man aber den letzten absatz liest dass zweifelt man vollständig an ihrem geist

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