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Edelmetall Goldpreis setzt ein neues Sechs-Jahres-Hoch

Die neuen Iran-Sanktionen von US-Präsident Donald Trump treiben den Goldpreis. Und eine Ende der Goldrally scheint aktuell nicht in Sicht.
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Der Goldpreis steigt nun schon seit Ende Mai beständig an – alleine im Juni bislang um gut zehn Prozent. Quelle: dpa
Goldbarren

Der Goldpreis steigt nun schon seit Ende Mai beständig an alleine im Juni bislang um gut zehn Prozent.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Bei der Rally am Goldmarkt ist aktuell kein Ende in Sicht. Der Preis des Edelmetalls stieg am Dienstagmorgen um bis zu 1,4 Prozent auf 1.438 US-Dollar pro Feinunze – das ist der höchste Wert seit sechs Jahren. Vor allem die neuen Sanktionen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran verunsichern weltweit die Anleger, das treibt die Nachfrage nach der „Anti-Krisen-Währung“ Gold.

Der Goldpreis steigt nun schon seit Ende Mai beständig an und knackte in der vergangenen Woche das erste Mal seit September 2013 die Marke von 1.400 US-Dollar. Allein im Juni legte der Preis bislang um gut zehn Prozent zu.

Auslöser für die Rally sind neben dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran der schwelende Zollstreit zwischen den USA und China sowie die Aussicht auf eine weltweit gelockerte Geldpolitik. Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die US-Notenbank Fed hatten in der vergangenen Woche Zinssenkungen in Aussicht gestellt.

Zusätzliche Nahrung erhält die Goldrally zudem durch die jüngste Schwäche des Dollars. Seit dem vergangenen Dienstag legte der Euro gegenüber dem Dollar um mehr als zwei Cent zu. Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine schwächere US-Währung Käufe in wichtigen Märkten wie China, Indien, der Türkei oder dem Iran günstiger, in denen Gold als Schmuck und Wertaufbewahrungsmittel extrem gefragt ist.

Analyst Stephen Innes von der Investmentfirma Vanguard Markets erwartet deshalb einen weiteren Anstieg des Goldpreises. Die Unsicherheiten würden auch weiterhin den Treibstoff für den Goldmarkt liefern, sagte Innes der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Anleger suchen nach sicheren Alternativen

Investoren suchen derzeit nicht nur beim Gold Zuflucht in sicheren Alternativen. Auch der Anleihemarkt erhält derzeit deutlichen Auftrieb. Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen ist so groß, dass die Rendite des zehnjährigen Papiers erstmals seit November 2017 unter die Marke von zwei Prozent fiel. Wenn die Kurse von Staatsanleihen steigen, sie also verstärkt nachgefragt werden, sinkt im Gegenzug die Rendite.

Durch die Suche nach alternativen Anlagen legt derzeit auch der Bitcoin-Kurs kräftig zu: Die älteste und wichtigste Cyberdevise eroberte am Wochenende die 10.000er-Marke zurück und kletterte am Montag um bis zu 14,4 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch bei 11.367 Dollar. Damit hat sich der Kurs seit Anfang Mai mehr als verdoppelt.

Mehr: Der US-Sicherheitsberater John Bolton hat lange für einen Krieg gegen den Iran geworben. Er will einen Regimewechsel erzwingen und lauert auf die nächste Chance.

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