Edelmetall Investoren setzen auf Dollar statt Gold

Nach einem Preisrückgang hat Gold mittlerweile einen Bärenmarkt erreicht. Anleger ziehen sich weiter aus dem Edelmetall zurück und investieren stattdessen lieber in den amerikanischen Dollar.
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Gold verliert an Beliebtheit. Quelle: dpa

Gold verliert an Beliebtheit.

(Foto: dpa)

Der Glanz des Goldes ist verblasst. Mit einem Preisrückgang von 20 Prozent gegenüber dem Allzeithoch vom September 2011 ist nunmehr ein “Bärenmarkt” erreicht. Dabei hat etwa die US-Bank Goldman Sachs Group Inc. Rekordpreise für das Edelmetall vorausgesagt.

Investoren reduzieren ihre Goldanlagen bereits seit drei Monaten, das ist die längste Phase seit 2004. Favorisiert wird stattdessen der Dollar. Er ist die neue Zuflucht vor der Staatschuldenkrise in der Euro-Zone - zumal die Spekulationen zunehmen, dass Griechenland, das nach der gescheiterten Regierungsbildung vor Neuwahlen steht, aus der Europäischen Währungsunion aussteigen wird. Die Unze Gold verbilligte sich am Mittwoch am Kassamarkt um bis zu 1,1 Prozent auf 1.526,97 Dollar.

Die Goldbestände in börsengehandelten Produkten (ETF) sind von einem Rekordvolumen von 2.410,2 Tonnen am 13. März um 30,8 Tonnen gesunken, wie Daten von Bloomberg zeigen. Royal Bank of Scotland Plc, ABN Amro Bank NV und Barclays Plc haben ihre Prognosen für den Goldpreis im Mai heruntergeschraubt, während Goldman Sachs in den nächsten 12 Monaten einen Anstieg um 25 Prozent auf 1.940 Dollar erwartet.

Bislang war die Entwicklung des Goldpreises beeindruckend: Elf Jahre in Folge verteuerte sich das Edelmetall, der Preis hat sich versiebenfacht. Vor allem 2008, während der weltweiten Finanzkrise und der Rezession, kletterte die Nachfrage.

Jetzt erhält der Dollar Rückenwind - durch die Sorge vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion und von Anzeichen, dass die US-Konjunktur an Stärke gewinnt.

“Gold ist nur eine weitere Risikoanlage”, sagt Michael Aronstein, Präsident von Marketfield Asset Management in New York. Er hatte 2008 einen Preiseinbruch bei Rohstoffen vorausgesagt und ebenso die nachfolgende Erholung 2009. Wer das Risiko vor acht oder zehn Jahren richtig einschätzte, der habe gut verdient. Aber ein “richtiger” sicherer Hafen wäre ein hoher Stapel großer Schweizer-Franken-Banknoten oder Dollar-Scheine in einem Safe.

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12 Kommentare zu "Edelmetall: Investoren setzen auf Dollar statt Gold"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo Leute, ich überlege in Gold und Silber als Kleinanleger zu investieren und hab da mal, vielleicht ne dumme Frage.

    Nehmen wir an, unser Geldsystem bricht zusammen, Dollar, Euro, unsere Wirtschaft usw. und wir sitzen auf unserem Gold, wird das im Notfall wirklich noch den Wert haben? Ist der Goldwert nicht auch nur künstlich hochgetrieben, wenn ich mir anschauen, 29% des abgebauten Goldes geht in den Investmentbereich, 59% Schmuck, das sind also zusammen schon 88% in unpraktisches Zeug oder? Nur 12% wird für die Industrie benötigt. Ist das eigentlich nicht nur wertloses Zeug und Gold nur einfach ne dicke Blase?

  • Wie passt das nur mit dem u.g. Link zusammen? Bitte liebe Leute, sagts mir? Aber wie war das mit der angeblichen Weisheit der Dakota-Indianer (die nur ein Märchen, aber durchaus richtig, ist): "Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab." Die Frage ist doch, welcher Gaul nun tot ist. Der Dollar oder das Gold. Dem Chart nach würde ich Gold behaupten. Da aber der US Dollar und der Dow Jones nur durch Asset Inflation oben gehalten wird, kommt das Gold doch in einen ganz anderen Betrachtungswinkel. Daher sage ich weiterhin: Dollar, nein danke. Alles über 60% des BIP an Staatsverschuldung ist ein krepierender Gaul. Egal wie man es dreht oder wendet. Der Klepper wird nur durch Insolvenzverschleppung aktiv am Leben gehalten. Dass das nicht gut gehen kann ist hoffentlich jedem klar.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-staatsverschuldung-mit-15-033-867-390-294-dollar-in-der-kreide/5856952.html

  • Alles Manipulation und Spekulation und Verdummungsversuche der Anleger.
    Mit physischem Gold kann der schwitzende Fondsberater bzw. Bankberater nichts verdienen.
    Liegt also nicht im Interesse des ach so seriösen Institutes.

  • Dollar statt Gold... Kann mir jemand erklären, warum der Goldpreis so volatil ist, gerade heute wieder? Die US-Notenbank FED und seine Helfeshelfer setzen ALLES daran, um ihr wertloses Papiergeld zu retten!! <Druckst du Geld, glaubt's die Welt> Warum spricht niemand von einer Geldblase? Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht... Die USA liegt wegen massiver Ueberschuldung am Boden und niemand investiert ernsthaft in eine solche Wirtschaft! Ohne mich! In meinem Haushalt kann ich auch nur soviel ausgeben wie ich einnehme. Den meisten Banker, Analysten und Politiker ist ihr Hemd am nächsten. Noch Fragen?
    Köbi

  • Sie haben gar nichts verstanden. Die Deflation ist in vollem Gange und es wird ALLES verkauft um die Schulden bedienen zu können. Da die meisten Schulden in USD sind, steigt die Währung. Das hat absolut nichts mit einer Zuflucht zu tun.

  • @RamonGaluptra.
    Ich gebe dir recht.
    Ein wenig Manipulation großer Investoren (größere Verkäufe in der Hoffnung, dass unbedarfte Analysten drauf reinfallen und weitere Verkäufe den Goldpreis drücken, und dann schnell wieder bei niedrigen Kursen nachkaufen), mehr ist im Moment nicht erkennbar.
    Das übliche halt.
    Wahrscheinlich geht es den meisten "Goldkritikern" darum, den katastrophalen Aktienmarkt zu beleben.

  • Substanzloser Artikel.
    Da man jedoch nicht die Beweggründe des Autors kennt, verbietet sich eigentlich jegliche Kommentiereung.
    Es verstärkt sich manchmal jedoch der Eindruck, dass einige Analysten auf den jeweiligen Kurs schauen und dann diesen lediglich in Worte fassen. Nur blöd, wenn kurz danach die Entwicklung in die andere Richtung geht.

  • Kann mir vielleicht jemand sagen, was ein Goldkonzern, um Gold aus dem Erdreich zu holen inkl. alle Kosten unter anderem Finanzierung, Exploration, Abgaben, Steuern opertiv Doller je Unze. Gibts eine Zahl dafür?
    und wenn ja wieviel kostet die Doller je Unze für neue Projekte?

  • "Investoren reduzieren ihre Goldanlagen bereits seit drei Monaten"
    Cool und was ist mit dem reduzierten Gold passiert? Hat es jemand gegessen oder hat es sich in Luft aufgelöst?
    Was man machnmal für einen Schwachsinn lesen muss ...

  • Völlig richtig!

    Und wenn das dann auch der letzte naive Erdenbürger kapiert hat, beginnt der große RUN auf Sachwerte - Gold, Immobilien, Aktien.

    Ich prognostiziere, daß sich der Goldpreis (auf Dollar- und erst recht auf Eurobasis) vervielfachen wird und die Aktienkurse (da man dort schnell einsteigen kann - mit beliebig kleinen oder großen Beträgen) weltweit explodieren werden.

    Wenn das Vertrauen in Geld verloren geht, dann dauert das nur Stunden!

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