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Edelmetall Wie Anleger Falschgold mit einfachen Mitteln erkennen können

Wertlose Attrappen beliebter Goldmünzen werden immer raffinierter. Doch es gibt einfache Wege, auch ohne technische Mittel Falschgold zu enttarnen.
05.12.2020 - 11:02 Uhr Kommentieren
Auf dem Markt kursieren immer mehr Gold-Fälschungen Quelle: Colourbox.com
Aufnahme eines Goldnugget

Auf dem Markt kursieren immer mehr Gold-Fälschungen

(Foto: Colourbox.com)

Frankfurt Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Ein Teenager hatte der Sparkasse Göttingen über Monate falsche Goldbarren und die Attrappe eines Krügerrands verkauft und damit rund 300.000 Euro eingenommen. Der Spott über die Unfähigkeit des Instituts, das Katzengold zu erkennen, war groß.

Zwar werden die Fälschungen insbesondere aus Asien immer raffinierter. Doch auch ohne teure technische Hilfsmittel gibt es auch für Laien einige einfache Tricks, mit denen sich Falschgold blitzschnell identifizieren lässt.

An Falschgold kommen Betrüger ohne Weiteres auch in Deutschland heran: Auf der deutschen Seite des chinesischen Onlinehändlers Alibaba etwa lassen sich professionelle Fälschungen des Krügerrands ab 250 Dollar pro Stück kaufen. Ein echter Krügerrand bringt im Ankauf derzeit weit über 1500 Euro.

Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem beim Goldkauf von Privatpersonen auf Ebay oder vergleichbaren Portalen, sagt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Chef des Beratungsunternehmens Fragold. „Hier tummeln sich besonders bei Münzen, aber auch bei einzelnen Barren zu viele Verkäufer, die gefälschte Waren anbieten.“

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    Die Edelmetallrally trägt ihren Teil zu dem wachsenden Risiko bei, sagt Michael Eubel, Leiter des Kompetenzzentrums Edelmetalle der BayernLB in Nürnberg: „Je höher der Goldpreis steigt, desto attraktiver ist es, hohen Aufwand für Fälschungen zu betreiben.“

    Magnet- oder Klangtest schafft Klarheit

    Einen ersten Hinweis auf Fälschungen bei Goldbarren geben billig wirkende Blister-Verpackungen, auf denen die Logos namhafter Hersteller, wie Heraeus, Umicore oder Perth Mint gedruckt sind. Alle Barrenhersteller geben auf ihren Webseiten detailliert Auskunft, wie ihre Originalverpackungen zu identifizieren sind. Zudem veröffentlichen Barren- und Münzhersteller die genauen Abmessungen ihrer Produkte.

    Wenn etwa der Krügerrand größer oder dicker als das Original ist, handelt es sich sehr wahrscheinlich um billige Fälschungen aus Messing. Auch schlecht gefälschte Prägemotive lassen Imitate schnell auffliegen. Schwieriger sind schon professionelle Fälschungen aus einer vergoldeten Wolframlegierung zu erkennen. Wolfram ist ein Schwermetall mit dem die Fälscher beispielsweise Krügerrand-Imitate herstellen können, deren Abmessungen und Gewicht mit dem Original exakt übereinstimmen.

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    Klarheit kann ein Magnet schaffen: Pures Gold ist diamagnetisch, wird also von einem Magneten abgestoßen. Wolfram dagegen ist paramagnetisch. Wird die Münze also von einem Magneten angezogen, handelt es sich um eine Fälschung.

    Ist gerade kein Magnet zur Hand, hilft der sogenannte Klangtest: Lässt man eine Goldmünze auf eine feste Oberfläche etwa aus Metall vorsichtig fallen, sollte ein feiner Klang zu hören sein, ähnlich einem Triangel. Wirkt der Klang dagegen dumpf, spreche viel für eine Fälschung. „Habe ich eine Münze mit einem Goldüberzug und einem im Kern wertlosen Metall, führt diese Inhomogenität zu einer unterschiedlichen Klangverteilung“, erklärt Goldexperte Eubel. Als Hilfe für den Klangtest bei Gold- und Silberprodukten gibt es zudem Smartphone-Apps wie „Cointrust“.

    Eubel empfiehlt, eine Kombination von Tests vorzunehmen, um alle Zweifel auszuräumen. Bestehen diese weiter, hilft nur der Gang zu einem seriösen Goldhändler. Der hat, technische Gerätschaften vorausgesetzt, die Möglichkeiten, das Gold mit chemischen oder röntgengestützten Verfahren zu analysieren.

    Mehr: Gold unter dem Weihnachtsbaum – das sollten Käufer beachten.

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