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Edelmetalle Diese Fallstricke gilt es beim Goldankauf zu beachten

Die Fallstricke beim Gold-Investment sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Zu hohe Provisionen sollten Kunden generell abschrecken.
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In den vergangenen Jahren sind immer mehr Produkte auf den Markt gekommen, die Gold-Investments als Ratenkauf anbieten. Quelle: Reuters
Goldanlage

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Produkte auf den Markt gekommen, die Gold-Investments als Ratenkauf anbieten.

(Foto: Reuters)

FrankfurtIn Zeiten volatiler Märkte beschäftigen sich Anleger verstärkt mit Gold-Investments. Besonders in Deutschland ist das Edelmetall beliebt – in keinem europäischen Land wird Zahlen des World Gold Council zufolge mehr Gold gekauft. Anleger haben die Wahl zwischen dem klassischen Kauf von physischem Gold, etwa als Anlegermünze oder Barren, und börsengehandelten Wertpapieren auf Gold-Basis.

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Produkte auf den Markt gekommen, die Gold-Investments als Ratenkauf oder Sparplan anbieten. Darunter tummeln sich jedoch eine Reihe von Anbietern, die durch hohe Abschlussprovisionen und hohe Aufschläge auf den Marktpreis auffallen.

Generell gilt: Wer sich gerade erst ein Vermögen aufbauen will, ist langfristig mit Aktiensparplänen besser bedient. Doch für Anleger, die bereits ein breit gestreutes Vermögen haben und ihr Portfolio mit Gold diversifizieren wollen, kann auch ein Sparplan lohnend sein.

„Mit einem Gold-Sparplan können Kunden Gold zu einem Durchschnittspreis anschaffen. Preisspitzen nach oben, aber auch nach unten werden dadurch vermieden“, sagt Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Sprecher der Geschäftsführung bim Frankfurter Goldhändler Degussa.

Eine der günstigsten Varianten, auch kleinere Beträge monatlich in Gold zu investieren, sind Sparpläne mit börsengehandelten Gold-Wertpapieren wie Xetra Gold oder den Konkurrenzprodukten Euwax Gold und db xtrackers Gold ETC. So kostet etwa ein Gramm Xetra Gold aktuell rund 36,50 Euro. An- und Verkaufskurs unterscheiden sich in der Regel nur um ein bis zwei Cent.

Es lässt sich bei vielen Onlinebanken als Sparplan einrichten. Für jede Order fällt eine Gebühr an, die je nach Broker variiert. Einige Institute wie die Comdirect verlangen eine Verwahrgebühr von rund 0,03 Prozent des investierten Kapitals.

Zwar sind Xetra Gold und Co. physisch hinterlegt, das bedeutet, für den investierten Betrag wird eine entsprechende Menge Gold in einem Tresor eingelagert. Dennoch bevorzugen viele Anleger Barren und Münzen. Auch dafür gibt es Ratenkauf- oder Sparplanprodukte. Bei Degussa können Anleger beispielsweise auf einen Krügerrand, eine Anlegermünze mit einem Gewicht von einer Unze, sparen.

Mit jeder Sparrate wird ein Bruchteil der Münze zum aktuellen Schalterkurs erworben. Sobald die gesamte Münze angespart ist, können Anleger sie am Schalter abholen oder zugeschickt bekommen. Alternativ können Anleger auch Anteile an einem Kilobarren Gold kaufen. Der Vorteil, laut Wrzesniok-Roßbach: „Der Preis ist sehr nah an jenem an der Londoner Rohstoffbörse.“

Die Anteile eigneten sich auch für Anleger, die auf kurzfristige Kursgewinne spekulieren wollen. Wer sein Gold nicht zu Hause verwahren will, kann es gegen eine jährliche Gebühr von 0,48 Prozent des Wertes einlagern.
Der Degussa-Konkurrent Pro Aurum aus München bietet in Kooperation mit einigen Volksbanken und Sparkassen ebenfalls Sparplan-Produkte auf physisches Gold an.

„Wer einen größeren Bestand an Gold kaufen will, ist mit einem Gold-Sparplan gut beraten, um den Durchschnittskosten-Effekt zu nutzen“, sagt Johann Gess, Mitglied der Geschäftsführung bei Pro Aurum. Generell sollten Anleger nur bei etablierten Händlern Gold kaufen. Produkte, bei denen hohe Abschlussprovisionen anfallen, sollten Kunden meiden. Es gibt Alternativen ohne Provision.

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1 Kommentar zu "Edelmetalle: Diese Fallstricke gilt es beim Goldankauf zu beachten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sehr geehrter Herr Blume,

    nichts gegen Ihre Artikel, die mir gut gefallen. Aber beim Thema "Gold" sehe ich aus der Sicht Ihrer Leser und Anleger einen ganz anderen Bedarf.

    Mir fällt auf, dass alle sogenannten "Experten" seit Jahr und Tag aus ein und demselben Märchenbuch vorlesen. So habe ich beispielsweise hunderte Male vernommen, dass Gold zu den Sachwerten zählt und damit angeblich einen ausgezeichneten Inflationsschutz darstellt. Angeblich schützt es auch gegen einen crash bei Währungen und gegen jeden crash an den Finanzmärkten. Angeblich auch gegen Krieg, Hungersnöte oder wenn die Marsmenschen uns überfallen. Darum braucht man das gelbe Metall angeblich als Versicherungsschutz und sollte 5 - 10 % davon dem Depot beimischen.

    Aber was ist mit dem Wahrheitsgehalt dieser Erzählungen? Sind alle Geschichtlein nur ausgedacht?

    Mir fällt jedenfalls auf, dass unsere sogenannten "Experten" sich mit so profanen Dingen wie Empirie nie beschäftigen. Die meisten dieser hochmögenden Herren haben noch nie auch nur einmal einen Blick auf den langfristigen Chart des Goldpreis geworfen. Deshalb ist ihnen wohl auch entgangen, dass es in den letzten vier Jahrzehnten mit Spitzen von 850 und 1900 Dollar je Feinunze aus dem Nichts heraus und ohne erkennbaren Grund zwei christbaumförmige Charts gab. Seltsam auch, dass der Goldpreis trotz relativ hoher Inflationsraten über zwei Jahrzehnte hinweg seitwärts/abwärts vor sich hindümpelte. Muß man als "Experte" anscheinend auch nicht zur Kenntnis nehmen. Und als "Experte" muß man auch keinen Gedanken darauf verschwenden, wie die performance einer Goldanlage im Vergleich zu anderen Anlageklassen (z.B. Aktien, Immobilien, Anleihen) in den verschiedenen Zeiträumen ausgefallen ist.