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Edelmetalle Gold ist so teuer wie noch nie zuvor

Mit 1393 Euro pro eine Unze ist das Edelmetall so teuer wie noch nie zuvor. Gold als sicherer Hafen profitiert derzeit auch von einem schwachen US-Dollar.
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Die Unze Gold ist so teuer wie noch nie. Quelle: dpa
Goldpreis

Die Unze Gold ist so teuer wie noch nie.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Goldpreis hat an diesem Montag ein neues Allzeithoch in Euro erreicht. Das Edelmetall kostete zwischenzeitlich 1393 Euro pro Unze (rund 31 Gramm). In US-Währung gerechnet kostete Gold am Montag zwischenzeitlich 1555 Dollar pro Unze - ein Plus von rund ein Prozent im Vergleich zum Vortag und ein neues Sechs-Jahres-Hoch.

„Die Zuspitzung im Handelsstreit hält die Märkte weiter in Atem“, kommentiert Alexander Zumpfe, vom Edelmetallspezialisten Heraeus. Der Aktienindex Dax öffnete mit Verlusten und rutschte unter die Marke von 11.600 Punkte. „Die Anleger flüchteten in Sicherheit“, so Zumpfe.

Auch Carlo Alberto De Casa, Chefanalyst beim Broker ActivTrades bestätigt: Die neue Rally bestätigt, wie attraktiv Gold und Edelmetalle im derzeitigen Marktumfeld sind.“ Neben den Sorgen vor einer Eskalation des Handelsstreits sei es vor allem die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik in den USA, die Investoren in Gold treibe.

Das bisherige Rekordhoch von 1386 Euro hatte der Goldpreis im Jahr 2011 auf dem Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise markiert. Damals lag auch der Dollar-Goldpreis auf dem Höchstwert von rund 1900 Dollar pro Unze.

Dass der Goldpreis in Euro auf Rekordniveau notiert, in Dollar jedoch noch deutlich davon entfernt ist, liegt Zumpfe zufolge an Wechselkurseffekten. „Der Goldpreis in Dollar befindet sich im Aufwärtstrend. Gleichzeitig bewegt sich der Euro-Dollar -Kurs seitwärts.“

Seit Anfang Juni hat sich Gold um mehr als 20 Prozent verteuert. Bis Mitte August hatte das Edelmetall dem World Gold Council zufolge in über 20 Währungsräumen ein neues Allzeithoch markiert, darunter in vielen Schwellenländern, etwa türkischer Lira, indischer Rupie oder argentinischem Peso.

Grund dafür ist, dass der US-Dollar trotz der Aussicht auf sinkende Leitzinsen in den USA vergleichsweise stark ist. „ Normalerweise belastet eine solche Entwicklung den Wert des US-Dollars“, bestätigt auch Heraeus-Experte Zumpfe.

Doch angesichts noch niedrigerer Zinsniveaus etwas in Japan oder Europa sowie die starke Nachfragen nach extrem sicheren US-Staatsanleihen fließt weiterhin viel Kapital in die USA. Der Greenback bleibt daher trotz lockerer Notenbankpolitik stark.

Der starke Dollar sorgt üblicherweise dafür, dass die Goldnachfrage in wichtigen Schmuckmärkten, etwa China, Indien oder der Türkei sinkt. Das dämpft üblicherweise auch den Goldpreis. Doch von diesem negativen Zusammenhang zwischen Dollar-Kurs und Goldpreis ist aktuell nichts zusehen. Die Zuflüsse insbesondere in physisch gedeckte Goldindexfonds (ETFs) sind weiter hoch, ein Zeichen dafür, dass professionelle Investoren den Anteil des Edelmetalls in ihren Depots weiter erhöhen.

Und auch deutsche Privatanleger kaufen angesichts steigender Preise wieder kräftig Münzen und Barren, bestätigt Zumpfe: „Wir beobachten einen deutlichen Anstieg des Kaufinteresses von Investoren.“ Zu Beginn der Edelmetallrally im Juni und Juli hatten viele Anleger ihr Altgold zunächst verkauft und Gewinne realisiert.

Edelmetallhändler wie Heraeus, Pro Aurum oder ESG verzeichneten zwischenzeitlich doppelt so viele Ankäufe wie Verkäufe. mittlerweile hat sich der Markt wieder gedreht - die Deutschen sind mehrheitlich wieder auf der Käuferseite.

Mehr: Die Furcht vor einer Rezession lässt die Börsen einbrechen. Wie sich Investoren jetzt positionieren – und was Privatanleger wissen sollten.

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