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Energie Hunderte Gasanbieter erhöhen die Preise

Bei den Gaspreisen herrschte für die Verbraucher lange Zeit Ruhe - über mehrere Jahre gingen sie leicht zurück. Das ändert sich in diesen Tagen.
3 Kommentare
Im Durchschnitt haben die Anbieter die Preise um 8,4 Prozent erhöht – für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von 111 Euro im Jahr. Quelle: dpa
Erdgas

Im Durchschnitt haben die Anbieter die Preise um 8,4 Prozent erhöht – für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von 111 Euro im Jahr.

(Foto: dpa)

HamburgRund 1,8 Millionen Haushalte in Deutschland werden im nächsten Jahr eine höhere Gasrechnung erhalten. Bislang haben 244 Gasversorger ihren Preis erhöht oder das spätestens zum Jahreswechsel angekündigt, wie das Internet-Portal Check24 mitteilt. Im Durchschnitt belaufen sich die Erhöhungen auf 8,4 Prozent.

Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutete das Mehrkosten von 111 Euro im Jahr. „Gas wird im Jahr 2019 spürbar teurer“, sagte Check24-Geschäftsführer Oliver Bohr. „Grund sind vor allem die höheren Beschaffungskosten.“

Zur gleichen Tendenz - wenn auch im Detail mit anderen Daten - kommt das Vergleichsportal Verivox aus Heidelberg. Es hat 224 von insgesamt 710 Grundversorgern gefunden, die ihre Preise im Dezember und Januar um durchschnittlich 7,7 Prozent anheben.

Am höchsten fallen demnach die Preissteigerungen mit 13 Prozent in Rheinland-Pfalz aus, aber auch in Brandenburg (11,5 Prozent) und Niedersachsen (10,1 Prozent) sei ein zweistelliges Plus zu verzeichnen. Stabil seien die Preise dagegen in den Stadtstaaten. Ganz vereinzelt haben Unternehmen nach den Angaben beider Portale ihre Preise gesenkt.

„Die Einkaufspreise für Erdgas sind zuletzt stark gestiegen“, sagte Verivox-Energieexperte Mathias Köster-Niechziol. Die Einfuhrpreise für Erdgas, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gemessen werden, sind in den vergangenen beiden Jahren um rund 40 Prozent nach oben gegangen - aber vor allem in diesem Jahr sind die Preise noch mal deutlich gestiegen.

Ähnlich sieht es bei den Börsenpreisen für Erdgas aus, die das Statistische Bundesamt erhebt. Auch hier haben die Preise zwischen September 2016 und September 2018 um rund 38 Prozent zugelegt. Allein zwischen März und Oktober dieses Jahres lag der Anstieg bei rund 50 Prozent.

Dass nicht noch viel mehr Versorgungsunternehmen ihre Preise erhöhen, ist auf langfristige Lieferverträge vor allem mit Russland zurückzuführen. „Die Gasversorger haben ganz unterschiedliche Einkaufsstrategien und Lieferverträge“, hieß es bei Verivox.

Sollte sich das hohe Preisniveau für Importgas jedoch verfestigen oder noch weiter steigen, so werden diese Unternehmen nachziehen. „Bislang haben hauptsächlich kleine und mittelgroße Versorger an der Preisschraube gedreht“, sagte Bohr von Check24. Ausnahmen seien EnBW und Mainova sowie ein paar größere Stadtwerke, zum Beispiel München.

Die Ursachen für den starken Anstieg der Gaspreise auf dem internationalen Markt sind nicht eindeutig zu bestimmen. Einfluss darauf hatte wohl der Ölpreisanstieg im Laufe des Jahres, auch wenn es eine unmittelbare Kopplung beider Preise nicht mehr gibt. „Öl spielt immer eine Rolle und ist ein Trendsetter für die Energiemärkte“, sagte Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst EID.

Zudem soll auch die Trockenheit im Sommer zum Preisanstieg beigetragen haben, weil nicht mehr so viel Kohle über die Flüsse transportiert werden konnte und deshalb zum Teil mehr Energie aus Gas gewonnen wurde sowie leere Speicher aufgefüllt werden mussten. Das habe die Nachfrage angeheizt. Auch hat Russland verstärkt den attraktiven asiatischen Markt beliefert, was Gas in Europa etwas knapper werden ließ.

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  • dpa
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3 Kommentare zu "Energie: Hunderte Gasanbieter erhöhen die Preise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Europas Wachstum benötigt Erdgas - besonders der Atomausstieg.
    Insofern ist die Nord Stream 2 Pipeline absolut notwendig. Das würde die Preise im normalen Rahmen halten.
    Es wird Zeit, dass die EU ihre wirklichen Interessen, wie ein günstige Energieversorgung für alle europäischen Länder, tatsächlich vertritt und durchsetzt.

  • Seitdem die Politiker den großen "Kotau" vor unseren Riesen in der Grundversorgung machen müssen, ( Danke der kuscheligen Haltung der Aufsichtsgremien) wird die Preisspirale immer weiter gedreht.

    Es wird Zeit, das demonstriert wird!!!!!!
    siehe Frankreich.....

  • Die Ressourcen an Bodenschätzen sind nicht unendlich. Hier sollte die Politik endlich das Steuer übernehmen, damit sich in der Wirtschaft neue Türen öffnen. SOLANGE wir unseren Strom mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe und Atomkraft herstellen, rauchen die Abgase und Schadstoffe aus den Schornsteinen und es bleibt bei der Tatsache, dass Lobbyisten aus Politik und Wirtschaft weiterhin den milliardenschweren Gewinn, der sich die nächsten Jahre noch aus der Verstromung der Bodenschätze ergibt, reinholen wollen. Bis das der letzte Tropfen Öl oder Gas verbraucht ist. Dabei gibt es Alternativen jetzt. DIE revolutionärste Entdeckung für die Menschheit des 21.Jahrhunderts bietet unendliche Ressourcen - Emissionsfreie Neutrino-Energy kann einen System Wechsel weg von der Grosskraftwerk-Stromversorgung hin zur mobilen und dezentralen Haushaltsenergieversorgung und abgasfreien Mobilität mit unendlicher Reichweite bewegen. Billionen von Neutrinos strömen mit der Solaren Strahlung weltweit und können allerorts in emissionsfreie Energie gewandelt werden mittels Haushaltsgeneratoren/ PowerCubes. Dazu liegen spannende, internationale Forschungsergebnisse und Patente der Berliner Neutrino Energy Group bereit. Innovationen jetzt PLANEN.