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Euro/Dollar Euro fällt auf tiefsten Stand des Jahres

Der Euro hat an die rasante Talfahrt der vergangenen Wochen angeknüpft. Ein Euro ist nur noch etwas mehr als 1,18 Dollar wert.
Update: 15.05.2018 - 17:18 Uhr 1 Kommentar
Euro Dollar, Währung, Devisen, Wechselkurs, EUR/USD Quelle: Reuters
Euro und Dollar

In den beiden Währungen wird ein Großteil des Welthandels abgewickelt.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Euro hat am Dienstag an die rasante Talfahrt der vergangenen Wochen angeknüpft. Der Kurs geriet am Nachmittag deutlich unter Druck und fiel auf den tiefsten Stand des Jahres bei 1,1820 US-Dollar. Zum Wochenauftakt hatte die Gemeinschaftswährung noch an der Marke von 1,20 Dollar gekratzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1883 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8415 Euro.

Als Belastungsfaktor nannten Marktbeobachter eine allgemeine Dollar-Stärke. Die US-Währung konnte zu allen wichtigen Devisen der Welt zulegen, nachdem es zu einem starken Anziehen der Marktzinsen bei amerikanischen Staatsanleihen gekommen war. Die Rendite für zehnjährige US-Anleihen stieg am Nachmittag bis auf 3,05 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2011.

Wesentliche Gründe für den Zinsanstieg in den USA sind der starke Wirtschaftsaufschwung und steigende Inflationserwartungen. Beides lässt weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed erwarten. Am Nachmittag hatte außerdem eine unerwartet gute Stimmung in der Region um New York dem Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet.

Lira fällt auf Rekordtief

Generell kam es zu mehr oder weniger starken Kursverlusten bei Währungen aus Schwellenländern, die stark unter dem Anstieg der Zinsen in den USA leiden. Besonders heftig traf es die türkischen Lira, die sowohl zum Euro als auch zum Dollar auf Rekordtiefs fiel. Für einen Euro wurden am Nachmittag bis zu 5,30 Lira gezahlt und damit so viel wie noch nie. Zuvor hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in einem Fernsehinterview der Notenbank seines Landes gedroht, er wolle im Falle eines Siegs bei der Präsidentschaftswahl im Juni stärkeren Einfluss auf die Geldpolitik nehmen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87900 britische Pfund, 130,77 japanische Yen und 1,1910 Schweizer Franken fest. Eine Feinunze Gold kostete am Nachmittag im freien Handel 1293,93 Dollar. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London zuletzt am Montag mit 1319,85 Dollar.

Hier geht es zur Seite mit dem Euro-Dollar-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

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  • dpa
  • rtr
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1 Kommentar zu "Euro/Dollar : Euro fällt auf tiefsten Stand des Jahres"

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  • Ein starker Dollar ist weiteres unverdientes Geschenk der USA an die EU-Loser, die schon den niedrigen Ölpreis nicht nutzen konnten, um die Arbeitslosigkeit zu senken. Die dritte Welt kommt jeden Tag, vom Süden her, näher.