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Euro/Dollar Euro legt zu - britisches Pfund steigt

Gestützt von robusten Handelszahlen aus Deutschland startete der Euro mit einem leichten Plus in die neue Woche. Auch das Britische Pfund konnte zulegen.
Update: 09.09.2019 - 17:32 Uhr Kommentieren
In der vergangenen Woche war die Gemeinschaftswährung zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Quelle: dpa
Euro und Dollar

In der vergangenen Woche war die Gemeinschaftswährung zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Euro hat am Montag etwas zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1050 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Gestiegen ist auch das britische Pfund. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1033 (Freitag: 1,1027) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9064 (0,9069) Euro.

Gestützt wurde der Euro zum einen durch robuste Handelsdaten aus Deutschland. Trotz internationaler Handelskonflikte haben die Exporteure im Juli mehr Waren ausgeführt als im Vormonat. Die Daten folgen auf eine Serie schwacher Wirtschaftszahlen, insbesondere aus der deutschen Industrie. Auftrieb erhielt der Euro außerdem durch Medienberichte, wonach der Bund seinen ausgeglichenen Haushalt auf den Prüfstand stellen könnte, falls die Konjunktur weiter schwächelt.
Zugelegt hat auch das britische Pfund. Der britische Premierminister Boris Johnson äußerte sich während eines Besuchs in Irland etwas gemäßigter zum EU-Austritt seines Landes. Er betonte mehrfach, dass er eine Einigung mit der Europäischen Union anstrebe. Johnson pochte aber weiterhin darauf, dass Großbritannien die Europäische Union am 31. Oktober verlasse. Einen Teil seiner Gewinne gab das Pfund am späten Nachmittag jedoch ab, nachdem Parlamentssprecher John Bercow seinen Rücktritt ankündigte. Bercow gilt als eine zentrale Figur im Brexit-Prozess.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89275 (0,89635) britische Pfund, 118,01 (118,01) japanische Yen und 1,0923 (1,0928) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (31 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1505 US-Dollar gehandelt. Das war etwa ein Dollar weniger als am Vortag.

Mehr: Handelsblatt-Redakteur Matthias Streit warnt: Vorsicht vor der neuen Goldgräberstimmung!

  • dpa
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