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Euro/Dollar Euro leicht im Minus – Türkische Lira unter Druck

Die Gemeinschaftswährung rutschte am Dienstag leicht ins Minus. Die türkische Lira verliert erneut an Wert und knüpft damit am die Verluste vom Vortag an.
Update: 07.05.2019 - 17:16 Uhr Kommentieren
Ein Euro kostete am Dienstagmorgen 1,1210 US-Dollar. Quelle: dpa
Euro-Banknoten

Ein Euro kostete am Dienstagmorgen 1,1210 US-Dollar.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Eurokurs ist am Dienstag leicht gefallen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1185 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch über 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1185 (Montag: 1,1199) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8941 (0,8929) Euro.

Experten verweisen auf die unterschiedliche Konjunkturentwicklung in den USA und der Eurozone. So hatte die EU-Kommission ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Währungsraum erneut gesenkt. In Deutschland waren die Auftragseingänge für die Industrie im März hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die schwache Industrie hatte zuletzt das Wirtschaftswachstum in der größten Volkswirtschaft im Euroraum belastet. In den USA hatte sich das Wirtschaftswachstum zuletzt hingegen robust gezeigt, was den Dollar tendenziell stützt.

Weiterhin steht der Handelskonflikt zwischen den USA und China im Blick der Märkte. Trotz der jüngsten Eskalation setzen beide Länder ihre Verhandlungen auf Spitzenebene fort. Nach den Irritationen über die Ankündigung neuer hoher US-Sonderzölle auf Einfuhren aus China wollen die Unterhändler mit einem Tag Verspätung am Donnerstag und Freitag in Washington zusammenkommen, wie beide Seiten bestätigten.

Die türkische Lira geriet zu allen wichtigen Währungen unter Druck. Sie fiel zum US-Dollar erneut auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018. Auslöser war die Entscheidung der türkischen Wahlbehörde vom Vortag, die Bürgermeisterwahl in der Metropole Istanbul wiederholen zu lassen. Der Kandidat der Regierungspartei AKP war dem Kandidaten der oppositionellen CHP knapp unterlegen gewesen. Die Entscheidung der Wahlwiederholung verstärkt Sorgen um die politische und wirtschaftliche Stabilität der Türkei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85645 (0,85470) britische Pfund, 123,73 (124,13) japanische Yen und 1,1415 (1,1403) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London bei 1283 Dollar gehandelt. Das waren zwei Dollar mehr als am Vortag.

Finance Briefing
  • dpa
  • rtr
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