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Euro/Dollar Euro steigt nach schwachen US-Jobdaten deutlich über 1,21 Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung profitiert von den gedämpften Aussichten in den USA. Der Euro steigt am Freitagnachmittag um einen Cent.
07.05.2021 - 17:08 Uhr Kommentieren
In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt. Quelle: Reuters
Euro- und Dollar-Scheine

In den beiden Währungen wird ein Großteil der weltweiten Transaktionen abgewickelt.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Euro hat am Freitag nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht deutlich zugelegt. Am Nachmittag stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,2150 US-Dollar. Am Morgen hatte er noch einen Cent niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2059 (Donnerstag: 1,2060) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8293 (0,8292) Euro.

Der monatliche Arbeitsmarktbericht in den USA ist im April deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. So ist die Beschäftigungszahl nur um 266.000 im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Volkswirte hatten mit einer Million zusätzlicher Stellen gerechnet. Zudem stieg die Arbeitslosenquote überraschend.

„Der US-Arbeitsmarkt ist noch längst nicht von der Pandemie genesen“, kommentierte Commerzbank-Ökonom Bernd Weidensteiner die Daten. „Die heutige Enttäuschung zeigt, dass die Erholung des Arbeitsmarktes noch nicht stabil genug ist, um sicher von einer raschen Erholung auszugehen.“ Eine Änderung der sehr lockeren Geldpolitik der US-Notenbank in diesem Jahr sei nicht zu erwarten. Eine lockere Geldpolitik belastet tendenziell eine Währung.

Die EZB könnte unterdessen das Tempo ihrer Corona-Wertpapierkäufe nach Worten des lettischen Notenbankchefs Martins Kazaks bald verringern. Eine solche Entscheidung sei auf der nächsten Sitzung des geldpolitischen Rats im Juni möglich. Zugleich unterstrich der Lette, dass der Euro-Raum angesichts der Pandemie weiterhin geldpolitische Unterstützung benötige.

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    • dpa
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