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Euro/Dollar Eurokurs gibt etwas nach – Türkische Lira verliert deutlich

Der Eurokurs ist am Montag leicht gesunken. Die türkische Lira verzeichnete nach der Entlassung des türkischen Zentralbankchefs starke Verluste.
Update: 08.07.2019 - 17:08 Uhr Kommentieren
In den beiden Währungen wird ein Großteil des Welthandels abgewickelt. Quelle: dpa
Euro und US-Dollar

In den beiden Währungen wird ein Großteil des Welthandels abgewickelt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1218 US-Dollar gehandelt und damit etwas niedriger als am späten Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1215 US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8917 Euro.

Uneinheitlich ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland konnten dem Eurokurs nicht bewegen. Am Morgen war ein leichter Anstieg der deutschen Industrieproduktion und ein unerwartet starker Zuwachs bei den deutschen Exporten gemeldet worden. „Nach einem enttäuschenden Start ins zweite Quartal haben sich die Industrieproduktion und der Handel im Mai etwas erholt“, kommentierte Carsten Brzeski von der ING Bank. Die Industrie leide jedoch nach wie vor unter den bestehenden Handelskonflikten.

Die türkische Lira verzeichnete nach der Entlassung des türkischen Zentralbankchefs starke Verluste. Etwa 1,6 Prozent gab der Kurs im Handel mit dem US-Dollar und dem Euro nach. Am Wochenende hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan unter Protest von Wirtschaftsexperten den Notenbankchef Murat Cetinkaya abgesetzt. Ein entsprechender Erlass war am Samstag im Staatsanzeiger veröffentlicht worden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89625 (0,89703) britische Pfund, 121,80 (121,77) japanische Yen und 1,1127 (1,1126) Schweizer Franken fest. Die Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1400 Dollar gehandelt. Das waren etwa 0,90 Dollar mehr als am Freitag.

Mehr: Christine Lagarde soll als erste Frau die Europäische Zentralbank leiten. Eine Ökonomin ist die IWF-Chefin nicht – aber sie bringt eine Menge wichtiger Kompetenzen mit.

  • dpa
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