Euro/Dollar Eurokurs gibt nach

Der Euro gibt einen Teil der deutlichen Kursgewinne der vergangenen Tage ab. Die Währung wurde am Nachmittag mit 1,1546 Dollar gehandelt.
Update: 12.10.2018 - 17:01 Uhr Kommentieren
Im Verlauf der Handelswoche ist der Euro um mehr als einen Cent gestiegen. Quelle: Reuters
Euro und US-Dollar

Im Verlauf der Handelswoche ist der Euro um mehr als einen Cent gestiegen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Eurokurs hat am Freitag nachgegeben. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1546 Dollar gehandelt. Am Morgen war der Kurs noch über 1,16 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1575 Dollar festgesetzt.

Der Euro gab somit einen Teil der deutlich Kursgewinne der vergangenen Tage ab. Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hatte sich skeptisch zum jüngsten Kursanstieg des Euro geäußert. „Der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar ist ein Grund zur Beunruhigung – neben anderen Wolken am Horizont“, sagte er vor Journalisten in Brüssel. Er sei insgesamt über die Entwicklung an den Finanzmärkten besorgt. Zuletzt waren die Aktienmärkte weltweit unter Druck geraten.

Gegenüber allen wichtigen Währungen unter Druck geriet das britische Pfund, da eine Regierungskrise in Großbritannien befürchtet wird. Zuletzt vermehrten sich zwar die Anzeichen, dass eine Einigung zwischen der EU und Großbritannien in den Brexit in Sicht ist. Premierministerin Theresa May erwägt Berichten zufolge, einer zeitlich unbefristeten Mitgliedschaft in der Europäischen Zollunion zuzustimmen, sollte keine bessere Lösung für die knifflige Frage um die irische Grenze gefunden werden. Dies löste allerdings Mutmaßungen aus, mehrere Kabinettsminister, die zu den Brexit-Hardlinern gehören, könnten aus Protest dagegen zurücktreten.

Zu den Verlieren am Devisenmarkt zählte auch die Währung Chinas. Der Yuan geriet nach der Veröffentlichung neuer Handelsdaten unter Druck. Chinas Handelsüberschuss mit den USA hatte im September einen Rekord erreicht, was die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften weiter anfachen und zu einer weiteren Eskalation im Handelsstreit führen könnte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87640 (0,87490) britische Pfund, 129,99 (130,00) japanische Yen und 1,1470 (1,1430) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1219,75 (1205,55) Dollar festgesetzt.

  • dpa
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