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Euro/Dollar Pfund stoppt Talfahrt nach Brexit-Turbulenzen

Verschnaufpause am Devisenmarkt: Das britische Pfund notiert am Freitag fast unverändert. Die Regierungskrise in London schwelt derweil weiter.
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Die britische Währung ist zuletzt deutlich unter Druck geraten. Quelle: Bloomberg
Pfund-Note

Die britische Währung ist zuletzt deutlich unter Druck geraten.

(Foto: Bloomberg)

FrankfurtIst das die Trendwende nach den Turbulenzen der vergangenen Tage? Der Kurs des britischen Pfund ist am Freitagmorgen nicht weiter gefallen. Es notierte gegenüber dem Euro praktisch unverändert bei 1,13 Euro.

Damit hat sich die Währung nach dem starken Kursrutsch von rund 1,3 Prozent am Vortag vorerst stabilisieren können. Ein neuerlicher Aufwärtstrend sieht anders aus – zu belastend wirken die politischen Turbulenzen in Westminster.

Der Rücktritt von mehreren Ministern am Donnerstag hatte die Regierung in London in eine Krise gestützt. Die britische Premierministerin Theresa May verteidigte den zuletzt ausgehandelten Entwurf für ein Brexit-Abkommen energisch, doch es ist unklar, wie sie dafür eine Mehrheit im Parlament erreichen will.

Noch am Mittwoch hatte das Kabinett dem Entwurf des Brexit-Vertrags mit Brüssel grünes Licht gegeben. Doch wenige Stunden später schlug die Stimmung um. Brexit-Minister Dominic Raab und Arbeitsministerin Esther McVey reichten am Donnerstag ihr Rücktrittsgesuch ein, neben zahlreichen Politikern aus der zweiten Reihe.

Die Premierministerin könnte nun für den Deal mit Brüssel einen hohen Preis bezahlen: Einige ihrer konservativen Parteikollegen wollen ein Misstrauensvotum erzwingen. Zwar hoffen EU-Politiker und Unternehmer, dass May den Brexit-Plan im britischen Parlament durchbringt. Doch viele bereiten sich auch auf einen harten Brexit vor, was das Pfund in den vergangenen Tagen belastet hatte.

Der Eurokurs hat am Freitag deutlich zugelegt und ist über die Marke von 1,14 US-Dollar gestiegen. In der Spitze kostete die Gemeinschaftswährung 1,1411 Dollar und damit fast einen Cent mehr als im Tagestief. Am späten Nachmittag pendelte sie um die Marke von 1,14 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1346 (Donnerstag: 1,1305) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8814 (0,8846) Euro gekostet.

Nach einem weitgehend ruhigen Handelsverlauf kam am Nachmittag deutliche Kursbewegung auf. Marktteilnehmer verwiesen auf Bemerkungen des Vizevorsitzenden der US-Notenbank Fed, Richard Clarida. Im US-Fernsehen wies er auf die schwächer werdende globale Konjunktur hin und sagte, dies müsse durch die Zentralbank beobachtet werden. Zudem bewege sich der Leitzins der Fed auf ein Niveau zu, das als neutral anzusehen sei. Als neutral gilt ein Zinsniveau, wenn es das Wachstum weder anheizt noch bremst.

Der US-Dollar reagierte auf die Äußerungen mit deutlichen Verlusten, wovon der Euro profitierte. Die Federal Reserve befindet sich seit einigen Jahren auf Zinsanhebungskurs. Notenbankexperten können sich vorstellen, dass der Straffungskurs der Fed irgendwann im kommenden Jahr beendet wird. Wann dies genau passiert und wo der Leitzins dann liegt, ist aber unklar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88350 (0,88370) britische Pfund, 128,37 (128,16) japanische Yen und 1,1431 (1,1365) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1222,40 (1211,85) Dollar festgesetzt.

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  • HB
  • dpa
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