Euro Euro erholt sich, Lira auf Rekordtief

Am Dienstag erholt sich der Euro von seinen Verlusten vom Wochenstart, die durch den Abbruch der Jamaika-Verhandlungen bedingt waren. Die türkische Lira stürzt auf ein Rekordtief ab.
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Euro Dollar, Währung, Devisen, Wechselkurs, EUR/USD Quelle: Reuters
Euro und Dollar

In den beiden Währungen wird ein Großteil des Welthandels abgewickelt.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/MainDer Euro hat sich am Dienstag etwas von seinen Verlusten zum Wochenstart erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1745 US-Dollar und damit etwas mehr als am späten Vorabend. Am Montag war der Euro durch die gescheiterten Gespräche zur Regierungsbildung in Deutschland und solide US-Wirtschaftsdaten belastet worden.

Die wachsenden Spannungen zwischen der Türkei und den USA machen Anleger nervös. Dies setzte die türkische Währung weiter unter Druck und trieb den Dollar am Dienstag auf ein Rekordhoch von 3,9768 Lira. Gleichzeitig fiel der Leitindex der Istanbuler Aktienbörse um bis zu 0,9 Prozent.

Welches Land spart am meisten für kommende Krisen?
Platz 10: Indien
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Eine Statistik des Online-Kreditportals Vexcash hat die Währungsreserven der wichtigsten Länder verglichen. Während viele Staaten kaum Geld zurücklegen können, haben andere in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten große Summen aufgetürmt – in der Landeswährung und in Devisen wie Euro, Dollar oder Schweizer Franken. Auf Platz zehn in der Hitliste der Sparweltmeister landet – Indien. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht hat 16 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung (des Bruttoinlandsprodukts oder BIPs) zurückgelegt. In absoluten Zahlen entspricht das einem Währungsschatz von umgerechnet 311 Milliarden Euro.

Platz 9: Brasilien
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Henrique Meirelles ist Finanzminister Brasiliens. 314 Milliarden Euro hat sein Land, ebenfalls ein aufstrebendes Schwellenland, zurückgelegt. Gemessen am BIP des südamerikanischen Staates sind das 20 Prozent.

Platz 8: Südkorea
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Die südkoreanische Zentralbank verfügt über Währungsrücklagen in Höhe von umgerechnet 138 Milliarden Euro. In Relation zur Wirtschaftskraft ausgedrückt belaufen sie sich auf gigantische 26 Prozent des BIPs.

Platz 7: Russland
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Die Präsidentin der russischen Zentralbank ist Elvira Nabiullina. Ihre Bank hat 324 Milliarden Euro zurückgelegt. Das entspricht 29 Prozent des russischen BIPs. Russland ist einer der größten Rohstoff-Exporteure und konnte sich damit in den vergangenen Jahren über einen großen Devisenzustrom freuen.

Platz 6: Hongkong
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In Hongkong sind 120 Prozent des BIPs in Form von Währungsreserven gebunkert. Relativ gesehen nimmt die chinesische Sonderverwaltungszone, die mit zahlreichen Spezialrechten, einem eigenen Budget und eigener Währung ausgestattet ist, damit weltweit den ersten Platz ein. Auch in absoluten Zahlen spielt die asiatische Finanzmetropole beim Ranking der größten Sparfüchse oben mit: 323 Milliarden Euro reichen für Platz sechs.

Platz 5: USA
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Anfang November hat US-Präsident Trump Jerome Powell als Chef der Federal Reserve nominiert. Die Notenbank der Vereinigten Staaten hat zwei Prozent des BIPs in Form von Währungsreserven zurückgelegt. Da die USA nach wie vor die größte Wirtschaftsmacht der Welt sind, steckt hinter dem vergleichsweise niedrigen Anteil ein gewaltiger Devisenschatz: umgerechnet 349 Milliarden Euro.

Platz 4: Saudi-Arabien
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In Saudi-Arabien glänzt nicht nur der Königspalast. Auch die Währungsreserven in Höhe von 470 Milliarden Euro des ultrakonservativen und ölreichen Königreichs am Golf – 85 Prozent des BIPs – können sich sehen lassen.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht derzeit der Prozess gegen den türkischen Goldhändler Reza Zarrab, dem die USA einen Verstoß gegen die Iran-Sanktionen vorwerfen. Die Regierung in Ankara bezeichnete das Verfahren als „klare Verschwörung gegen die Türkei“. Die Vertagung des Gerichtsverfahrens am Montag um eine Woche laste auf der Stimmung, urteilten die Experten des Brokerhauses Deniz Invest. Sie verlängere die Unsicherheit.

Unbehagen bereiteten Börsianern zudem die erneuten Angriffe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf die Unabhängigkeit der Zentralbank. Er hatte zuletzt erklärt, dass die Inflation im Land so stark gestiegen sei, weil die Regierung nicht eingegriffen habe.

Hier geht es zur Seite mit dem Euro-Dollar-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

  • dpa
  • rtr
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