Euro-Kurs Warten auf die Währungshüter

Die bevorstehende Zinsentscheidung der EZB am Mittwoch lähmt die Devisenmärkte zum Wochenstart. Der Euro fällt zu Handelsstart leicht, doch viel mehr Bewegung erwarten Experten nicht.
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Der Euro wird sich nicht viel Bewegung bis zur Zinsentscheidung am Mittwoch, prognostizieren Experten. Quelle: Reuters
Euro-Münzen gestapelt

Der Euro wird sich nicht viel Bewegung bis zur Zinsentscheidung am Mittwoch, prognostizieren Experten.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/MainDer Euro ist am Montag mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0955 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitag auf 1,0970 (Donnerstag: 1,0896) US-Dollar festgesetzt.

Nach Einschätzung des Experten Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank dürfte sich die Aufmerksamkeit der Märkte zum Wochenauftakt auf neue Preisdaten aus der Eurozone richten. Am Nachmittag stehen die deutschen Verbraucherpreise im Mai auf dem Programm. Volkswirte rechnen mit einem Anstieg der Inflation. Seit März kämpft die EZB mit einem milliardenschweren Kaufprogramm von Staatsanleihen gegen eine zu niedrige Teuerung im Euroraum an.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

Experte Dirk Gojny von der Nationalbank rechnet im Tagesverlauf aber nicht mit größeren Kursbewegungen an den Märkten. Vor der Zinsentscheidung der EZB am Mittwoch dürften sich die Marktakteure seiner Einschätzung nach eher zurückhalten. Neben den Konjunkturdaten werde auch die weitere Entwicklung im Schuldenstreit mit Griechenland beachtet werden, so Gojny.

  • dpa
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