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Euro und Yen Japan schickt eigene Währung auf Talfahrt

Japan möchte Anleihen des Europäischen Rettungsfonds ESM kaufen. Allein die Ankündigung lässt den Euro steigen, den Yen fallen. Analysten wundern sich über die ungewöhnliche Marktreaktion.
08.01.2013 Update: 08.01.2013 - 09:45 Uhr
Ein Fußgänger geht an einer Handelstafel vorbei. Der Yen verliert gegenüber dem Euro. Quelle: AFP

Ein Fußgänger geht an einer Handelstafel vorbei. Der Yen verliert gegenüber dem Euro.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die Absicht Japans, Anleihen des Europäischen Rettungsfonds (ESM) zu kaufen, hat dem Euro am Dienstag Rückenwind gegeben. Zum Yen gewann die Gemeinschaftswährung 0,5 Prozent, so dass ein Euro für 114,44 Yen zu haben war.

Analysten zeigten sich allerdings etwas verwundert über die Marktreaktion. Wenn Tokio - wie angekündigt - seine Fremdwährungsreserven nutze, um ESM-Anleihen zu kaufen, dann gebe es gar keinen Grund dafür, dass der Yen zum Euro falle, schrieb Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz in einem Kommentar. „Die Währungsreserven sind ja per Definition bereits in ausländischen Währungen. Ein Verkauf von Yen findet also überhaupt nicht statt.“

Der ESM begibt im Tagesverlauf sein erstes Drei-Monats-Geldmarktpapier. Interessant für Investoren dürfte daneben werden, wie die Finanzierungsstrategie Spaniens aussehen wird.

Zur US-Währung notierte der Euro nahezu unverändert um 1,3115 Dollar. Am Rentenmarkt zog der Bund-Future um 15 Ticks auf 143,21 Zähler an.

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