Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Experten erwarten anhaltend hohe Notierungen – Kritik an der Rolle des Ölkartells Opec wird laut Kälte treibt Ölpreise weiter nach oben

Seite 2 von 2:

Unabhängig von möglichen Lieferproblemen gilt die Rolle der Opec sogar insgesamt als umstritten. „Die Opec-Staaten treiben ein gefährliches Spiel“, meint der Energieprofessor Dieter Schmitt. Offiziell betonten die Ölminister immer wieder, dass sie die Weltölmärkte durch eine flexible Angebotspolitik stabilisieren wollten. Gleichzeitig trieben sie aber die Preise hoch, indem sie die Weltmärkte durch das ständige Gerede über Angebotskürzungen in saisonal schwächeren Verbrauchsphasen beunruhigten. Auf diese Weise sei es nicht mehr möglich, Lagervorräte auf kommerzielle Art und Weise rechtzeitig und ausreichend aufzubauen.

Schmitt weist darauf hin, dass die Ölminister bewusst darauf verzichteten, einen neuen realistischen Preiskorridor bekannt zu geben. Stattdessen würden die Rohölnotierungen durch Zugangsbeschränkungen für ausländische Ölgesellschaften im Nahen Osten dauerhaft hochgehievt. Dies sei jedoch „ein gefährliches Spiel mit dem Feuer“; denn irgendwann werde die Weltkonjunktur dadurch ins Straucheln geraten.

Zu einer ähnlichen Schlussfolgerung kommt Hans-Wilhelm Schiffer, Energieanalyst der RWE Power. Die Opec lasse den Aufbau stabilisierender Bevorratungspuffer nicht zu, deshalb sei es wahrscheinlich, „dass sich die Achterbahnfahrt bei den Ölpreisen nicht nur in diesem und im nächsten Jahr fortsetzen wird“. Schiffer geht davon aus, dass die wichtigsten Ölexporteure – auch Russland – daran interessiert seien, die Spekulationskräfte immer wieder zu provozieren und Preise zwischen 40 und 55 Dollar dauerhaft zu testen.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote