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Experten heben Prognosen an Der Rohstoff-Boom wird fortgesetzt

An den Metallmärkten bereiten sich die Händler auf den Jahresabschluss vor. Erfahrungsgemäß ist der Jahresabschluss ein beliebtes Datum für Gewinnmitnahmen – oder die Begrenzung von Verlusten.
  • Dieter Claassen
Kupfer-Coils: Das Metall erreichte zuletzt mit mehr als 4 600 Dollar je Tonne einen historischen Höchststand (Archivbild).

Kupfer-Coils: Das Metall erreichte zuletzt mit mehr als 4 600 Dollar je Tonne einen historischen Höchststand (Archivbild).

LONDON. Selbst Optimisten haben es zuletzt vorgezogen, bei einzelnen Positionen Kasse zu machen, statt weiter auf steigende Preise zu setzen. Nicht nur beim Öl und den Getreiden beobachtet Ingrid Sternby von Barclays Capital in London gegenwärtig einen deutlich regeren Handel von „Short“-Positionen, mit denen Händler auf fallende Kurse setzen. Sogar bei Kupfer, das zuletzt mit mehr als 4 600 Dollar je Tonne einen historischen Höchststand erreichte, habe sich an den Märkten eine „nicht unbeträchtliche“ Baisseposition gebildet.

Unter dem Strich überwiegt allerdings sowohl bei Kupfer als auch bei den übrigen Industriemetallen nach wie vor die Zuversicht. „Angesichts der soliden Fundamentaldaten – knappe Vorräte, Lieferengpässe und ein verbesserter Ausblick für die Weltwirtschaft – werden die Preise bis auf weiteres eher steigen als fallen, sagt Sternby. Bestätigt fühlt sie sich durch eine Umfrage der Wirtschaftsprüfer von Pricewaterhouse Coopers. Darin haben Analysten in der vergangenen Woche ohne Ausnahme ihre mittel- bis langfristigen Preisprognosen nach oben revidiert.

Erstmals begründen die Fachleute in der Studie von Pricewaterhouse Coopers ihre Erwartungen auch mit den rapide steigenden Kapital- und Betriebskosten der Metallproduzenten. Diese könnten dringend notwendige Kapazitätserweiterungen verteuern und erschweren. Bei Kupfer klagen die Bergwerke über eine Kapitalkosteneskalation bei den ins Auge gefassten oder bereits in Angriff genommenen Projekten um zehn bis 70 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten. „Wer für die nächsten Jahre mit einem wahren Lieferschub bei diesem Metall gerechnet hat – könnte enttäuscht werden“, warnt Barclays-Analystin Sternby vor diesem Hintergrund.

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