Fernsehauftritt: Elon Musk sorgt für neue Turbulenzen am Kryptomarkt
Der Tesla-CEO war einmaliger Gastgeber der satirischen TV-Show „Saturday Night Live“.
Foto: ReutersNew York, Frankfurt. Es hätte eigentlich nicht passieren sollen. „Wir haben alle Pfoten an Deck, das ganze Wochenende lang“, hatte der Neobroker Robinhood am Samstagnachmittag noch via Twitter versichert.
Die Tradingplattform ist beliebt für den Handel mit der Kryptowährung Dogecoin, die Tesla-Chef Elon Musk bevorzugt. Und dass Dogecoin bei Musks großem Fernsehauftritt am Samstagabend eine zentrale Rolle spielen würde, war abzusehen. Dennoch versagten im Zuge des Auftritts die Systeme von Robinhood. Der Handel mit Kryptowährungen war zeitweise komplett gesperrt.
Der Kurs des Dogecoins hatte vor der von Musk moderierten Ausgabe der beliebten US-Comedysendung „Saturday Night Live“ deutlich an Fahrt aufgenommen. Doch zum Start der Show ging es für die Kryptowährung abwärts. Der Token, der einst eigentlich nur als Witz gestartet worden war, verlor rund 30 Prozent und lag am Sonntagnachmittag laut Daten der Branchenplattform Coinmarketcap bei etwa 50 Cent.
Der Aufschrei der Robinhood-Nutzer auf Twitter war groß. „Ich will den Dip kaufen, aber ich kann nicht“, monierte ein Nutzer. Andere überlegten, eine Sammelklage gegen das Start-up einzureichen, weil die Plattform es ihnen nicht erlaubte, ihre Positionen zu verkaufen, und sie so auf den Verlusten sitzen blieben.