Fünf-Euro-Münze „In elf Minuten waren alle weg“

Von der neuen Fünf-Euro-Münze sind nicht nur Sammler angetan. Vergangene Woche bildeten sich Schlagen vor Bundesbank-Filialen im ganzen Land. Jetzt stürmen die Kunden Sparkassen-Filialen.

Das ist die neue Fünf-Euro-Münze

Das ist die neue Fünf-Euro-Münze

FrankfurtDie neuen Fünf-Euro-Münzen gibt es seit knapp einer Woche. Am vergangenen Donnerstag bildeten sich lange Schlagen vor Bundesbank-Filialen – egal ob in Berlin, Bochum, Frankfurt, Nürnberg oder Rostock.

Das Besonderer am neuen Fünfer: In die Münze ist ein lichtdurchlässiger Kunststoffring eingelassen – eine „Weltneuheit im Münzbereich“, wie kürzlich bei der Vorstellung der Münze hieß. Der schmale blaue Polymerring trennt den inneren Metallkreis und den äußeren Metallring. Ein Hingucker ist die Münze also allemal, nicht nur für Münzsammler.

Die Chance darauf wollen sich viele Bankkunden nicht entgehen lassen. Diese Woche stürmen sie vor allem Sparkassenfilialen. Denn auch die einzelnen Geldhäuser können die begehrten Münzen ausgeben. In der Hauptstelle der Frankfurter Sparkasse waren „innerhalb von elf Minuten“ alle Münzen vergeben, wie eine Sprecherin sagte. Auch hier hatte sich eine Schlange gebildet. Wie vor etlichen Filialen der Berliner Sparkassen, wo der Andrang nach Angaben des Kreditinstituts ebenfalls groß war.

Was deutsche Haushalte verdienen – und wofür sie es ausgeben
Haushaltsbruttoeinkommen
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Einem durchschnittlichen Haushalt steht ein Bruttoeinkommen von 4.101 Euro im Monat zur Verfügung. Netto bleiben durchschnittlich 3.147 Euro übrig. Insgesamt haben 7.646 Haushalte im Rahmen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) für das Jahr 2014 Auskunft über ihre Einnahmen, Ausgaben und Konsumausgaben gegeben. Haushalte von Selbstständigen berücksichtig die LWR nicht. Das Bruttoeinkommen speist sich im wesentlichen aus fünf Quellen: dem Bruttoeinkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit; dem Einkommen aus staatlichen Transferzahlungen wie Renten, Pensionen, Kindergeld, Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe; den Einnahmen aus eigenem Vermögen; dem Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen wie Betriebsrenten und privaten Versicherungen sowie schließlich Einkünften aus Untervermietung.

Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen und Untervermietung
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Das Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen beinhaltet unter anderem die Leistung von privaten Versicherungen, Betriebsrenten und die Unterstützung von privaten Haushalten. Insgesamt macht das Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen und Untervermietung einen Anteil von 4,9 Prozent am Bruttoeinkommen eines Haushalts aus. Das sind im Schnitt rund 200 Euro.

Einnahmen aus Vermögen
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Zu den Einnahmen aus dem Vermögen gehören auch die Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Insgesamt machen die Vermögenseinnahmen 9,9 Prozent des Bruttoeinkommens eines Haushalts in Deutschland aus. Das sind durchschnittlich rund 404 Euro pro Monat.

Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen
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Das Einkommen aus öffentlichen Transferzahlungen macht mit 23,1 Prozent den zweitgrößten Anteil des Einkommens privater Haushalte aus. Das sind im Durchschnitt rund 947 Euro monatlich. Darunter fallen unter anderem Renten der gesetzlichen
Rentenversicherung, Kindergeld und Arbeitslosengeld.

Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit
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Den größten Anteil am Haushaltseinkommen macht selbstverständlich das Bruttoeinkommen aus der Erwerbstätigkeit aus. Im Schnitt liegt es bei mehr als 2.550 Euro im Monat pro Haushalt. Das sind 62,2 Prozent vom Gesamteinkommen. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen aus unselbstständiger Arbeit beträgt dabei übrigens monatlich rund 2.522 Euro, das aus selbstständiger Arbeit nur 30 Euro.

Ausgaben privater Haushalte
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Haus, Urlaub, Auto: Man zeigt, wer man ist. Und man ist, was man kauft. Wofür die Deutschen das meiste Geld ausgeben.

Konsumausgaben
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Private Haushalte geben im Durchschnitt 2.375 Euro monatlich für Konsum aus. Insgesamt haben 7.646 Haushalte im Rahmen der Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) für das Jahr 2014 Auskunft über ihre Einnahmen, Ausgaben und Konsumausgaben beim statistischen Bundesamt gegeben. Die Konsumausgaben gliedern sich in Ausgaben für Wohnen, Verkehr, Nahrung, Freizeit, Bekleidung und Sonstige.

Bei der Kreissparkasse Köln war der Andrang ebenfalls enorm, 20.000 Münzen gab das Geldhaus heraus. „Die Nachfrage war riesig“, sagte eine Sprecherin. Die Münzen seien in kürzester Zeit vergriffen gewesen. Auch vor der Filiale der Kreissparkasse in Wipperfürth gab es eine Schlage – die Münze war im Nu vergriffen, wie die „Bergische Landeszeitung“ berichtete.

Ähnliche Szenen spielten sich nach Berichten lokaler Medien bei etlichen Sparkassen und Volksbanken ab. Manch ein Wartender ging leer aus, weil Kunden die Münzen oftmals reserviert hatten. „Es liegen schon Wartelisten aus“, zitierte die „Märkische Allgemeine“ eine Sprecherin der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam.

In manchen Geldhäusern steht die Ausgabe aber noch aus. Sie erhalten ihre Lieferung der neuen Fünfer erst im Laufe der Woche.

Für das ein oder andere Kreditinstitut kam der Ansturm überraschend. Denn von vielen Sparkassen ist zu hören, dass Kunden seltener – im Schnitt sogar nur noch einmal im Jahr – in die Filiale kämen.

Mehr ungewöhnliche Euro-Münzen könnten diesen Trend womöglich stoppen.

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