Gefragter Rohstoff Palmölpreis legt vor Ramadanbeginn deutlich zu

Der Palmölpreis ist auf den höchsten Stand seit Anfang März gestiegen. Eine anziehende Nachfrage entsteht unter anderem wegen des Beginns des Fastenmonats. Zudem seien die Lagerbestände rückläufig.
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Palmöl ist das ergiebigste Pflanzenöl der Welt. Quelle: dpa

Palmöl ist das ergiebigste Pflanzenöl der Welt.

(Foto: dpa)

FrankfurtEine anziehende Nachfrage vor dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan hat den Preis für Palmöl am Dienstag auf den höchsten Stand seit März getrieben. Der in Kuala Lumpur gehandelte Future auf dieses als Lebensmittel und Bio-Kraftstoff verwendete Pflanzenfett verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 2480 Ringgit (589 Euro) je Tonne. Zum abendlichen Fastenbrechen während des Ramadan wird traditionell aufwendig gekocht.

„Die Produktion kann mit den Exporten nicht mithalten, daher rechnen Händler mit rückläufigen Lagerbeständen“, sagte ein Börsianer. Reuters-Marktanalyst Wang Tao betonte, dass Palmöl aus charttechnischer Sicht Luft bis 2534 Ringgit habe.

Parallel zum Palmöl verteuerte sich am Dienstag auch Sojaöl. Der US-Future gewann 0,3 Prozent auf 48,99 US-Cent je Tonne und der in Shanghai gehandelte Kontrakt ein Prozent auf 7702 Yuan (941 Euro) je Tonne.

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2 Kommentare zu "Gefragter Rohstoff: Palmölpreis legt vor Ramadanbeginn deutlich zu"

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  • und beim Sojaöl 48,99 je Scheffel und nicht pro Tonne.
    Fällt das niemandem auf, dass knapp 2000% Preisunterschied von ein und derselben Ware völlig unplausibel ist?

  • Zum tatsächlichen Hintergrund empfehle ich das Buch
    "Die Hungermacher" von Harald Schumann
    Etwas reißerischer Titel aber sehr hilfreich für die Einschätzung realistischer Chancen mit soft commodities Geld zu machen.
    Die verfügbaren Marktinformationen zu Palmöl sind so mager, dass Privatanleger nur verlieren können. Indonesien als weltweit größter Produzent publiziert z.B. ... nichts.

    Sinkende Lagerbestände in Malaysia sind z.B. deshalb von sehr begrenzter Aussagekraft, da die Importe aus Indonesien nach Malaysia nicht mit aufgeführt werden. Ebenfalls fehlen Zahlen für die schwimmenden Lager der weltgrößten Palmölhändler, die weit mehr aufnehmen können als die Lager in Malaysia;
    ob da nun 100.000 Tonnen (vielleicht 2 Schiffsladungen) mehr oder weniger liegen ist so relevant wie die Lage des sprichwörtlichen Sack Reises.

    Jörg Dürre, Palmölhändler

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