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Geheime Notenbankpolitik „Der Goldpreis wird manipuliert“

Der Goldmarkt ist für Kleinanleger schwer zu durchschauen. Viele Investoren mischen mit, darunter auch die großen Notenbanken - und wie. Anhand von Charts hat Dimitri Speck herausgefunden, dass Zentralbanker der US-Fed über Jahre den Goldpreis manipuliert haben. Im Gespräch mit Handelsblatt-Online erklärt der Analyst, warum die Fed immer wieder eingreift - und was das für Privatanleger bedeutet.
15 Kommentare
Dimitri Speck:

Dimitri Speck: "Bin kein Goldfanatiker".

(Foto: Handelsblatt)

Handelsblatt: Sie haben ein Buch darüber geschrieben, dass die Notenbanken systematisch den Goldpreis beeinflussen. Wie kommen Sie darauf?

Dimitri Speck: Es gab in der Vergangenheit auf dem Goldmarkt immer wieder auffällige Intraday-Bewegungen - schockartige, kurzfristige Preis-Bewegungen nach unten, die sich auf den ersten Blick nicht so recht erklären lassen. 2001 habe ich diese Bewegungen erstmals statistisch untersucht. Aus den Anomalien lässt sich eindeutig schließen, dass da jemand ganz bewusst versucht, den Preis zu drücken.

Klingt ein wenig nach Verschwörungstheorie ...

Ist es aber nicht. Die Muster sind sehr auffällig - und die Beobachtungen werden gestützt durch Aussagen von wichtigen Notenbankern, wie etwa dem Hinweis, dass es ein leichtes sei, den Goldpreis zu "halten".

Welche Notenbanken steuern?

Den Anstoß für die Interventionen gab die US-Notenbank, die Federal Reserve (Fed).

Warum sollte sie ein Interesse daran haben, den Goldpreis künstlich niedrig zu halten?

Gold hat mit Vertrauen zu tun. Die Notenbanken wollten mit ihren Interventionen die Inflationserwartungen der Bevölkerung dämpfen. Ist der Preis für das Edelmetall niedrig, ist das Vertrauen in Papiergeld vergleichsweise groß, und die Sparer lassen ihr Geld brav auf ihrem Konto liegen. Ein rasanter Goldpreisanstieg dagegen würde dazu führen, dass die Leute um ihr Erspartes fürchten, weil sie glauben, dass die Inflationsraten künftig kräftig steigen werden. Sie würden ihr Geld stattdessen in Sachwerte investieren. Eine Lohn-Preis-Spirale könnte die Folge sein und letztlich tatsächlich zu einem kräftigen Anstieg der Inflationsraten führen.

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15 Kommentare zu "Geheime Notenbankpolitik: „Der Goldpreis wird manipuliert“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • So hat das ein Herr aus Ferndorf in Österreich einmal erklärt:

    "Nichts liebt der Mensch mehr, als den Selbstbetrug! Das ist auch der Grund dafür, Gold als Inflationsschutz zu sehen, anstatt den Preisanstieg selbst als Inflation zu deuten. Aber wer jagt nicht lieber nominalen Zahlen hinterher, anstatt daran zu denken, dass eben genau dieses Gold die meistmanipulierte Ware der Welt ist? Immer dann, wenn alle anderen Veranlagungen unsicher geworden sind, entsteht erneut eine Goldblase.

    Und die Banken mischen mit: Ist der Preis hoch und wird ein plötzlicher Mehrverkauf angekündigt, fällt er unaufhaltsam.

    Teuer gekauft, zu spät ausgestiegen, das ist die Differenz, die nicht nur dazu führt, dass das Gold wieder in den National- oder Zentralbanktresoren verschwindet, sondern sie hilft auch (auf Kosten der Normalbürger, die in solcher Anlage Schutz suchen), die überschüssige Geldmenge zu reduzieren – zugunsten derer wohlgemerkt, die sie zuvor vergrößert haben." (Dez. 2009 | trend12 - Leserbriefe)

  • Es ist ein offenes Geheimnis, das die Comex 100 fach mehr Goldverkäufe von physikalischem Gold handelt und laut Vertrag für ihre Kunden einlagert, als sie tatsächlich physikalisches Gold besitzt.

    Das funktioniert solange nicht alle auf einmal ihr Gold ausgehändigt haben wollen sehr gut, ist aber dennoch nichts weiter als eine Ponzi Variante. Über diesen Mechanismus von An-und Verkäufen gar nicht real existierenden Goldes lässt sich der Preis wunderbar manipulieren.
    Welche implikationen das für einen realen nicht manipulierten Goldpreis hat,
    kann sich jeder selber ausmalen.

    Wer Verschwörungstheorien will sollte dem Gerücht nachgehen, das die Chinesen
    noch noch weiter US Treasuries kaufen weil die Amerikaner ihnen dafür ihre Goldbestände überlassen.

  • Wenn Menschen ihr Geld noch auf Sparbüchern lassen, obwohl es nie so viel Geld gegeben hat und auch nie geben wird, um auch nur 10% der Guthaben auszahlen zu können, dann kann man wahrlich nicht mehr von intelligenz reden.
    Das ist ganz einfach nur Schlachtvieh für die nächste Wahrungsreform.
    Die Leute sind einfach zu dämlich einen Taschenrechner bedienen zu können, denn dann würden sie in drei Minuten merken, dass ihr Geld (etwa 5 billionen auf Sparbüchern) nur noch so viel Wert ist, wie der aktuelle Altpapierpreis, wenn auch nur 10% der Sparer ihr Geld (500 Milliarden)abholen wollen.
    Die Dummen hoffen darauf, dass sie weiter 1% Zinsen auf ihre Sparbücher bekommen und das die Politiker es schon regeln werden, und die Anderen haben ihre barren im bankschließfach. Die Einen können bei wenigen Zinsen Alles verlieren und die Anderen lediglich einen Kursverlust erleiden.
    bei alleine über 30% Goldpreissteigerung in den letzten 12 Monaten ist aber noch sehr viel Luft nach unten.
    Die fünf Sinne eines Sparbuchbesitzers können nur lauten: Unsinn, blödsinn, Stumpfsinn, Schwachsinn, Wahnsinn.
    Viele Grüße
    H.J. Weber

  • Die Menschen sind so Dumm, die können doch nur unter Gehirnwäsche gestanden haben. Die verleihen selbst denen ein bundesverdienstkreuz, die ihnen eine Ohrfeige verpassen, dass Haus wegnehmen, und ihre Töchter missbrauchen. Ja dass ist alles mit Gehirnwäsche bzw. Werbung, Rhetorik und Lügen und Skrupellosigkeit möglich!!!!
    Die Kirche macht es ja vor, Predigt einem etwas für sehr sehr sehr viel Geld was wissenschftlich gar nicht existiert. Die Masche ist so oft wiederholen, bis es in den Köpfen eingebrannt ist.

  • Das nicht nur hier Massiv Manipuliert wird ist sicher nichts neues.
    Nur meine ich, läßt sich das sicher so nicht auf Dauer durchhalten.
    irgendwann werden die letzten Deppen auch merken was da abläuft.
    Die Menschen, auch die dümmsten werden irgendwann merken das da nur noch Klopapier gedruckt wird.
    Schlimm ist nur, das diese Ganoven die unsere Gesellschaft kaputtmachen dafür nicht mal zur Verantwortung gezogen werden. im Gegenteil sie bekommen auch noch dicke Pensionen.
    Wir werden von Ganoven regiert.

  • Das ist nun wirklich ein alter Hut.
    Die Fondshäuser die Exchange Trade Commoditie´s, ETC`s, verkaufen tun dies locker hundertfach über dem was Sie tatsächlich an physikalischem Gold halten.
    Über diesen gefälschten Handel mit " physikalischem Gold", der in Wirklichkeit nur ein Papierhandel ist, lässt sich der Preis wunderbar manipulieren. Da braucht keine Zentralbank tatsächlich irgendwelche metrischen Tonnen hin-und her transportieren.
    interessant wäre gewesen wenn ihr "Experte" mal 2 Sätze zu dem aktuellen massiven Golddeal in Portugal hätte verlauten lassen.
    Langweilig und rückwärtsorientiert, das Handelsblatt eben.

  • Den Eindruck konnte man schon lange haben: Auf der einen Seite wirken die Goldprofiteure wie Minen, Kartelle, (Hedge-)Funds etc., um Anlagen und Profite hoch zu halten und den Preis nur selbstkontrolliert gelegentlich einmal fallen zu lassen, um zusätzlich zu verdienen. Andererseits haben Staaten und staatsnahe Notenbanken, vor allem die großen, angeführt von der FED, dringendes interesse daran, inflationsdämpfende Effekte zu erzeugen. Auch beim Goldpreis, aber nicht allein dort, läßt sich relativ leicht manipulativ tätig werden. Auch Meinungen zu Entwicklungen anderer Märkte, etwa Aktien- Rohstoff- und Devisenbörsen, besonders kleine und begrenzte wie für Derivate aller Art natürlich, sind beeinflußbar. Sind sich die richtigen Multiplikatoren einig, z.b. nur ein paar Regierungsangehörige, investmentbanker und Vertreter von Nachrichtenagenturen, läßt sich ausnahmslos jeder Markt bzw. auch Teile davon oder die gesamte Stimmung in deren Sinne beeinflussen. Es ist überhaupt nicht nötig, ihn zu cornern, wie die Hunts es vor Jahrzehnten mit dem Silbermarkt fast geschafft hätten - wären nicht staatliche Stellen eingeschritten und hätten dadurch die brüder in die insolvenz geschickt. Viel einfacher ist es, Stimmungen zu beeinflussen. Das reicht jedenfalls für eine gewisse Zeit, nach welcher der Schwindel entweder als solcher auffliegt oder Reste von Marktstärke den Einfluß überwinden. Genau darin liegt die Gefahr für freie Märkte und damit auch für freie Gesellschaften. Man kann nur hoffen, daß auch diese besonders infamen Manipulationen (staats-)monopolistischer Art stets früh auffliegen. Letztendlich waren es immer marktfremde, vor allem staatliche Einflüsse, welche zu Nachteilen bei Marktteilnehmern und bevölkerung führten.

  • zu #GERD

    Die US-Notenbank (privat, keine Staatsnotenbank) braucht sich nicht über Goldverkäufe Geld zu beschaffen. Geld entsteht viel einfacher. Durch einen Kreditvertrag. Da die Eigentümer der FED die privaten Geschäftsbanken sind, braucht die FED mit ihren Eigentümern nur einen Kredit abschliessen (beliebige Zahl jeder Größenordnung). in diesem Moment ist dann neues Geld entstanden - ohne Geld zu drucken. Die Eingabe einer Zahl in den PC von bernanke reicht aus um neues Geld entstehen zu lassen. Es stellt sich aber immer noch die Frage, die bisher keiner beantworten konnte, warum leihen sich alle Staaten Geld von banken (und vom Kapitalmarkt) und Zahlen Zinsen für dieses Geld? Da der Vorgang der Geldentstehung (durch Zustandekommen eines Kreditvertrages) auf äußerst simpelste Weise entsteht und der Staat den banken dieses Recht dieses zu tun gegeben hat, könnte er dieses Geld doch genauso gut selbst herstellen und müßte keine Zinsen zahlen. Aus dem Geldsystem heraus begründet sich dieses: gibt es keine Schulden mehr, dann gibt es auch kein Geld mehr. Melanie Gatzke hat das erkannt, das mit selbst erzeugtem Geld jeder Markt beliebig beeinflusst werden kann und dem User Privatbanker ist es ohnehin klar. Warum haben selbst die besten Unternehmen immer Schulden - über Jahre und Jahrzehnte? Das sind die irreparablen Geburtsfehler "unseres" Geldsystems.

  • Nicht nur der Goldpreis, alles wird manipuliert.
    Die bürger werden am Nasenring herumgeführt und getäuscht nach Strich und Faden.
    Und- die meisten nehmen das so hin, als wäre das vollkommen normal. Man hat sich damit abgefunden- oder arangiert, dass Deutschland genauso wie die Welt ein einziges Spielcasino ist und die Verantwortlichen zuschauen, wie die Finanzelite - die Finanzgurus- mit den bürgern Monopoly spielt. Dabei gibt es wenige Gewinner und sehr sehr viele Verlierer.
    Es gibt in keiner Weise mehr irgendwo eine einigermaßen berechenbare Grundlage, weder in Finanzen noch im sonstigen Lebenssplanungen. Heute HÜ und morgen HOTT-- das ist der lauf der Dinge, der Welt, der Politik - der Regierung. Die Finanzwelt ist ein einziges Chaos. Auf Dauer macht das eine Gesellschaft kaputt , daran sollten die Manipulatoren aller Gattungen denken.
    Seltsam ist- viele Normalos spielen mit im Casino, in der Hoffnung , Gewinner zu sein, verzocken auch sie den letzten Cent. Doch Otto Normalo wird immer beschissen.
    So sieht die moderne Gesellschaft aus, so ähnlich sah sie schon mal aus- vor vielen Jahren.
    Das nenne ich Freiheit- Freiheit zu lügen-betrügen-manipulieren- abzocken - abkassieren- reinlegen und so weiter. Erst wenn der letzte bürger abgezockt ist bis aufs letzte Hemd, dann kommt die Quittung- auch für die Hochfinanz und Komplizen.
    Vor allem für die Politiker.
    Denen sage ich: je mehr Leute in den Ruin getrieben werden, desto mehr bekommt er Zuwachs an Sozialkosten. Wer nix mehr hat,hat nix mehr zu verlieren.

  • Die amerikanische Notenbank tat, und wird dies auch in Zukunft tun, was ich immer vermutet hatte: Sie verkauft Teile ihrer sinnfreien Goldbestände um sich am Markt Geld zu beschaffen, oder besser ausgedrückt, dem Markt vorübergehend Liquidität zu entziehen, die dann zu einem notwendigerem Zeitpunkt wieder zu Verfügung gestellt werden kann. Ein Werkzeug der ihrer Fiskalpolitik.

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