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Gold 2015 Glänzendes Comeback?

Eigentlich hätte 2014 ein gutes Jahr für Goldanleger sein müssen. Immerhin hat es mächtig gekriselt in der Welt. Doch das Edelmetall reagierte kaum. Was Experten für 2015 erwarten und wie viel Gold ins Depot gehört.
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Eine goldene Christbaumkugel: Ist das gelbe Edelmetall eine gute Anlageklasse für das Jahr 2015? Quelle: Getty Images

Eine goldene Christbaumkugel: Ist das gelbe Edelmetall eine gute Anlageklasse für das Jahr 2015?

(Foto: Getty Images)

Düsseldorf Unter den Tannenbäumen der Republik wird auch in diesem Jahr sicher wieder Gold in Form von Schmuck, Uhren, aber auch Münzen und Barren liegen. Gold zieht die Menschen magisch an, es ist ein Sinnbild für Sicherheit, aber auch für Reichtum. Schließlich funkelt es herrlich als Kette am Hals von betuchten Damen oder als edle Uhr am Handgelenk der wohlsituierten Männer. Anlegern hat Gold allerdings auch im Jahr 2014 wenige Freude gemacht: Das gelbe Edelmetall liegt wie das sprichwörtliche Blei in vielen Depots und Bankschließfächern.

Zwar stürzte der Goldpreis im laufenden Jahr nicht weiter ab – im Jahr 2013 mussten Anleger ein sattes Minus von 30 Prozent verkraften –, aber die Notierung kam auch nicht vom Fleck. Zwar kletterte der Preis für das gelbe Edelmetall im Frühjahr bis auf 1382 US-Dollar, gab die Gewinne allerdings in den folgenden Monaten wieder ab. Im November stürzte der Goldpreis sogar bis auf 1141 Dollar ab, erholte sich dann aber wieder. Mit einem Preis von knapp 1200 Dollar liegt die Notierung nun wieder auf Vorjahresniveau.

Auf die große Erholung nach dem Absturz im Vorjahr warteten Gold-Fans vergeblich. „Die ‚große Rotation‘ – so könnte das Thema Gold überschrieben werden“, sagt Frank Engels, Leiter Rentenfondsmanagement bei Union Investment. Während sich das Edelmetall noch in der Finanzmarktkrise großer Beliebtheit erfreute – schließlich waren Anleger auf der Suche nach Sicherheit und Inflationsschutz –, ist dieser Reiz in den vergangenen Jahren zusehends verpufft. Kein Wunder, gelang es den Notenbanken doch, die nach der Finanzkrise aufgetretenen systemischen Risiken zu begrenzen und die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Dabei half nicht zuletzt die expansive Geldpolitik der Notenbanken, von der viele Marktteilnehmern allerdings noch immer befürchten, sie könne einen kräftigen Inflationsschub auslösen. „Dabei ist eher das Gegenteil eingetreten. Bei Inflationsraten von unter einem Prozent überwiegen nunmehr die Bedenken einer drohenden Deflation“, so Engels. „Dies ist auch der Grund, warum wir für das Krisenmetall vorerst keinen neuerlichen Aufwärtstrend erwarten.“

Verhaltener Optimismus
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