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Gold-Comeback Wo das Gold für harte Zeiten herkommt

Die Geldflut der Europäischen Zentralbank treibt den Goldpreis in die Höhe. Gold feiert sein Comeback – als harte Währung und als renditebringende Geldanlage. Wie Anleger davon profitieren.
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Gold ist so gefragt wie lange nicht mehr. Quelle: dpa
Goldbarren

Gold ist so gefragt wie lange nicht mehr.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Klong! Scheppernd rutscht die goldene Taschenuhr in eine Metallkiste. Ein Arbeiter mit Schutzbrille und silberner Sicherheitsschürze schüttet die von einem Gold-Aufkäufer angelieferte Ware in die Box. Ausgediente Eheringe, ein silbernes Uhrband, Armreife und Omas alte Halskette plumpsen hinterher.

Der Gold-Aufkäufer will seinen Schatz bei der Allgemeinen Gold- und Silberscheideanstalt (Agosi) in Pforzheim in Bares tauschen. Deutschlands größte Goldscheideanstalt recycelt und handelt Edelmetalle und fertigt aus den verschmähten Erbstücken der Großeltern auch Goldbarren oder Rohlinge für Münzen. Rund ein Drittel der aufbereiteten Ware liefern Altgoldsammler, deren Shops in Innenstädten wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, um Privatleuten Omas olle Klunker abzuluchsen.

Die Nachfrage nach Gold steigt weiter

Dem Arbeiter mit der Schutzbrille drohen demnächst Überstunden: Allein 2014 ist der Goldpreis, in Euro gerechnet, um rund zwölf Prozent gestiegen – im vergangenen Jahr war Gold aus Sicht von Euro-Sparern die mit Abstand beste Anlageklasse. Steigende Kurse locken weitere Käufer in die Goldläden von Pro Aurum, Degussa & Co. Jeder vierte Deutsche würde laut aktueller Umfrage des Statistik-Dienstleisters Statista bei einer Verschärfung der Euro-Krise jetzt in Gold anlegen.

„2015 hat sich die Nachfrage von Goldhändlern nach Barren weiter belebt“, sagt Agosi-Chef Dietmar Becker. Hohe Preise könnten wieder verstärkt Schmuck-Erben in die Sammelstuben locken, so wie 2012, als der Goldpreis Anfang Oktober sein Rekordhoch bei 1386,51 Euro für die Feinunze (31,1 Gramm) markiert hatte. Ihr Gold würde dann auch bei Agosi landen und dort recycelt werden.

Gold feiert in diesen Tagen sein Comeback – als harte Währung, die vor Kaufkraftverlusten und systemischen Risiken schützt, und als renditebringende Geldanlage. In den ersten Wochen 2015 startete der Preis durch, in der Spitze um fast 19 Prozent auf 1155,59 Euro. Dafür gesorgt hat vor allem die überraschende Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die Bindung des Schweizer Franken an den Euro aufzugeben.

Finance Briefing
Vertrauen in die Währung schwindet
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4 Kommentare zu "Gold-Comeback: Wo das Gold für harte Zeiten herkommt"

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  • Greenspan hat IMMER Gold empfohlen. Schon in den 60ern mit seinem berühmten Aufsatz über Ökonomische Freiheit. Er hat sich auch standhaft geweigert auch nur eine Silbe davon zurück zu nehmen. Genauso, wie er zu der Zeit bei der FED sagte, daß diese nicht politisch unabhängig ist und nur das gewünschte ausführt.

  • Das globale Bankstersystem und damit das Schuldgeldsystem hängt nur noch an einem seidenen Faden. Es kann jederzeit zusammenbrechen, weil es praktisch keine gesunden Finanzistitute mehr gibt. Gegen den drohenden Kollaps hilft nur Gold - sagt Wirtschaftsprofessor Antal E. Fekete.

    Prof. Antal E. Fekete ist ein aus Ungarn stammender Wirtschaftsprofessor und lehrt an der Memorial University in Neufundland (Kanada). Seine Aussage:

    "Ich möchte heute über das Bankensystem sprechen.
    Es ist erstaunlich, dass nur die wenigsten Menschen erkennen, dass das heutige Bankensystem auf der ganzen Welt praktisch zahlungsunfähig ist, eine noch nie dagewesene Situation."

    Statt das kranke Geldsystem der Bankster ( Schuldgeldsystem ) zu verändern, versuchen westliche Notenbankster mit Ihren Lügenmedien nach wie vor Gold aus den Köpfen und Tresoren der Bevölkerung zu eliminieren und Kritiker kaltzustellen.

    Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

  • Die nahezu weltweit betriebene völlig unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik wird unweigerlich zu einem Zusammenbruch des Weltschuldgeldsystems führen!

    Bei dem dann folgenden Geldpolitischen Neuanfang wird Gold wahrscheinlich seine traditionelle Rolle als unbestechlicher Anker eines seriösen Geldsystems spielen.

    Die geradezu absurden Bemühungen der Zentralbankster, die nunmehr schon seit Jahren ihre Gelddruckmaschinen bzw. Schuldenmaschinen heiß laufen lassen ( Geld entsteht nur über Kedit! ), können diese Entwicklung nicht verhindern. Im Gegenteil, sie sind der eigentliche Grund für die verheerende Verschuldung, in der sich die Welt befindet.

    Mit dem massiven Einsatz einer perfektionierten medialen Massenpropagandamaschine wird den gutgläubigen Bürgern zwar vorgegaukelt, dass alles in bester Ordnung sei und Politikgangster und Bankster die Lage kontrollieren könnten.

    Auf Dauer kann dieses Lügengebilde aber nicht aufrechterhalten werden.
    Früher oder später werden sich die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten wie immer in der Geschichte durchsetzen.

    Gold kann - im Gegensatz zu Papierwährungen bzw. Schuldenwährungen - nie Pleite gehen.
    Das ist eine Weisheit, die Sie nicht vergessen sollten.
    Denn Gold hat immer einen Gegenwert zu Waren und Geld.

    Auch nach einer Staatspleite bzw. Währungsreform!

    Die Worte des Großbanksters John Pierpont Morgan sprechen ebenfalls Bände:
    "Gold und Silber sind Geld. Alles andere ist nur Kredit!"

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

  • Wer vor 10-12 Jahren physisches Gold gekauft hat, erzielte bis heute eine Rendite von 15% p.a. Die existierenden und kommenden Meere an frischgedrucktem ungedecktem Falschgeld werden den Aufwärtstrend für Gold verstärken. Sogar der Vernichter des amerikanischen Mittelstandes, Alan, der mit dem Grünspan, empfiehlt neuerdings den Kauf von physischem Gold, während er gleichzeitig in einem Interview mit dem Wallstreet-Journal neulich zugeben mußte, dass das von ihm in Gang gesetzte QE-Programm im Grunde wirkungslos war und lediglich eine riesige Blase mit anschließendem Kollaps der Finanzmärkte erzeugt hat. Genau das wird auch unser durchgeknallter EZB-Präsident eines Tages sagen, wenn er als Italiens Staatspräsident seinen grandiosen dilettantischen Murks Revue passieren läßt.

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