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Großbritannien Pfund-Anleger so nervös wie lange nicht

Vor der Parlamentswahl am Donnerstag in Großbritannien werden Pfund-Anleger zunehmend nervös. Je näher der Wahltag rückt, umso stärker schwankt die Währung. Das Währungsrisiko abzusichern, wird immer teurer.
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Absicherungsgeschäfte auf Schwankungen des Pfund werden teurer. Quelle: dpa
Das britische Pfund

Absicherungsgeschäfte auf Schwankungen des Pfund werden teurer.

(Foto: dpa)

London Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Großbritannien schießen die Kosten zur Absicherung gegen starke Schwankungen beim Pfund in die Höhe. Das Barometer, das die Nervosität der Pfund-Anleger misst, kletterte am Montag auf 17,725 Punkte und markierte damit den höchsten Stand seit fünf Jahren.

Für Ungewissheit sorgt vor allem die Frage, ob Großbritannien in der nächsten Legislaturperiode auf einen Austritt aus der EU zusteuern könnte. Premierminister David Cameron hatte jüngst bekräftigt, im Falle seiner Wiederwahl noch vor 2017 ein Referendum über den EU-Verbleib Großbritanniens anzusetzen. Der Ausgang der Wahlen ist noch völlig offen: Zuletzt lieferten sich die regierenden Konservativen und die oppositionelle Labour Party in den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Gewählt wird am Donnerstag.

Das Pfund notierte am Dienstagmorgen mit 1,5101 Dollar schwächer als noch Ende vergangener Woche. Und auch gegenüber dem Euro ist die britische Währung zuletzt unter Druck gekommen. Devisenstrategen und Fondsmanager hatten das bereits vorhergesagt und erwarten noch stärkere Schwankungen, je näher der Wahltag kommt.

„Da es bei den Wahlen Spitz auf Knopf steht, ist man besser beraten, vorsichtiger zu agieren und kurzfristig nicht darauf zu setzen, dass das Pfund gegenüber dem Euro weiter aufwertet, ob die britische Konjunktur dafür spricht“, sagt Adrian Owens, Devisenfondsmanager von GAM.

Je nachdem, wie die Wahl ausgeht, könnten die Währungsschwankungen noch weiter anhalten oder schnell wiederkehren. Denn noch ist unklar, ob der Urnengang zu einer stabilen Koalition oder einer Minderheitsregierung führt und welche Partei das Sagen haben wird. Auch Neuwahlen halten Experten für denkbar. Unwahrscheinlich ist aus Sicht der weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock dagegen nur eines: eine rasche und reibungslose Regierungsbildung.

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