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Hackerangriff auf Ethereum Sieben Millionen Dollar in drei Minuten

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Kundenfreundliche Anbieter – kritische Notenbanker

Was ist eine Kryptowährung?

Mit der Ankündigung der Entschädigung folgt Coindash dem Vorbild anderer Anbieter aus dem Digitalwährungsbereich. Um das nach wie vor zweifelhafte Image der Kryptowährungen zu korrigieren, geben sich viele Firmen betont kundenfreundlich. So erklärte die Börse GDAX Ende Juni, Anleger, die bei einem umstrittenen Ethereum-Kursrutsch von 96 Prozent Geld verloren hatten, aus eigenen Mitteln zu entschädigen.

Derzeit herrscht innerhalb der Kryptogemeinde eine Mischung aus Skepsis und Aufbruchstimmung. Bei der größten Digitalwährung, der Bitcoin, schwelt ein Streit über die zukünftige Entwicklung. Aufgrund der Unsicherheit schwankte der Kurs zuletzt stark. Gleichzeitig macht die momentane Schwäche des Bitcoin andere Digitalwährungen attraktiver. So reagierte der Ethereum-Kurs entgegen der allgemeinen Erwartung praktisch gar nicht auf den Hack bei Coindash.

Wie beliebt die alternativen Währungen sind, zeigten gestern neue Zahlen des Finanzinformationsdienstes Autonomous. Demnach wurden allein im Jahr 2017 bislang 1,3 Milliarden Dollar in neu aufgelegte Kryptowährungen investiert. 2014 waren es noch 26 Millionen Dollar gewesen, 2015 lediglich 14 Millionen, 2016 dann schon 222 Millionen Dollar.

Angesichts dieser Summen wächst jedoch auch die Kritik offizieller Stellen an den neuen Währungen. So hat zuletzt Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny vor den Risiken der Bitcoin gewarnt. Der österreichischen „Kleinen Zeitung“ sagte er: „Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt.“ Die Notenbank verbiete diese digitale Währung zwar nicht. „Man muss die Leute aber wissen lassen, auf was sie sich da einlassen“, so das EZB-Ratsmitglied. Auch die Deutsche Bundesbank hatte sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch über die Währung geäußert.

Notenbanken weltweit prüfen aktuell, wie sie mit der Technologie umgehen wollen, die digitale Währungen ermöglichen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Dezember mitgeteilt, sie untersuche zusammen mit der japanischen Notenbank den Einsatz neuer Verfahren, die solchen Währungen zugrunde liegen. Die japanische Regierung hatte Bitcoin im April als offizielles Zahlungsmittel zugelassen.

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