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Harvard-Ökonom Rogoff „Große Geldscheine abschaffen“

Im Handelsblatt-Interview spricht sich Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff für ein Ende großer Geldscheine aus. Auch andere Experten halten nichts von Cash - es befeuere die Schattenwirtschaft. Doch das EU-Recht steht dagegen.
17.05.2015 - 14:07 Uhr

„Münzen und Geldscheine sind ein Anachronismus“

Frankfurt Über die Abschaffung des Bargelds diskutieren am Montag in London Ökonomen und Vertreter von Notenbanken und Banken auf einer von der Schweizer Notenbank mitveranstalteten Tagung. Einer der Teilnehmer, der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff, fordert im Handelsblatt-Interview (Montagsausgabe), Bargeld mittelfristig abzuschaffen.

„Ein sehr großer Anteil der negativen Begleiterscheinung der Bargeldnutzung hängt mit den großen und vor allem den sehr großen Scheinen zusammen“, so Rogoff. „Wenn man aufhört, diese auszugeben, dann hat man schon sehr viel erreicht.“ Später sollte Papiergeld völlig abgeschafft werden.

Auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hält eine Abschaffung des Bargelds für sinnvoll. „Bei den heutigen technischen Möglichkeiten sind Münzen und Geldscheine tatsächlich ein Anachronismus“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler dem „Spiegel“. Bargeld erschwere den Zahlungsverkehr „ungemein“. Als Beispiel nannte Bofinger die verlorene Zeit, „wenn Leute vor Ihnen an der Ladenkasse nach Kleingeld suchen und die Kassiererin nach Wechselgeld“.

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