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Höhenflug des Yen Japan erwägt Intervention am Devisenmarkt

Der Yen steigt und steigt, mittlerweile ist die japanische Währung auf einem 15-Jahres-Hoch zum Dollar. Die Regierung in Tokio sträubte sich lange, direkt in den Devisenmarkt einzugreifen. Doch nun erwägt das Finanzministerium, zu intervenieren.
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10000-Yen-Noten: Die japanische Währung ist stark wie lange nicht mehr. Quelle: Reuters

10000-Yen-Noten: Die japanische Währung ist stark wie lange nicht mehr.

(Foto: Reuters)

HB TOKIO. Im Kampf gegen den Höhenflug des Yen erwägt die japanische Regierung einem Medienbericht zufolge eine Intervention am Devisenmarkt. Das Finanzministerium werde möglicherweise Yen verkaufen, um den Kurs zu drücken, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Dienstag. Zudem prüfe die Notenbank eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik. So denke die Bank von Japan darüber nach, ihren Rahmen für kurzfristige Kredite auszuweiten. Die Währungshüter könnten dazu eine Sondersitzung noch vor dem nächsten Zinsentscheid am 6. und 7. September einberufen.

Der Yen setzte am Dienstag seinen Höhenflug fort und stieg zum Dollar auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Der Euro fiel auf bis zu 105,45 Yen und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang September 2001.

Finanzminister Yoshihiko Noda zufolge bedroht die Stärke der Landeswährung die ohnehin angeschlagene und exportabhängige Wirtschaft. Die Regierung versucht seit längerem, mit verbalen Interventionen den Yen-Höhenflug zu stoppen und hat auch Druck auf die Notenbank ausgeübt, ihr im Kampf gegen die Konjunkturrisiken zu helfen. Dennoch hat der Yen-Kurs in diesem Jahr zum Dollar bereits um fast zehn Prozent zugelegt.

Der Markt jedenfalls erwartet eine Intervention der Regierung. "Wenn Japan nicht etwas deutlicher wird, werden wir spekulative Bewegungen sehen, die den Dollarkurs auf 80 Yen drücken", prognostizierte Währungsstratege Paul Robson von RBS Global Banking. Das wird seiner Einschätzung nach die stark exportorientierte japanische Wirtschaft schwer treffen. "Es sei denn, es wird auf der fiskalischen Seite etwas unternommen oder die Zuflucht in eine Ausweitung der geldpolitischen Lockerung gesucht."

Analysten werteten die Flucht in den Yen allerdings auch als Ausdruck wachsender Risikoscheu von Investoren. Sie wurde am Dienstag von schwachen Daten vom US-Immobilienmarkt untermauert.

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