Hrywnia im Minus Ukrainische Währung setzt Talfahrt fort

Misstrauen gegenüber der ukrainischen Übergangs-Regierung: Im Zuge des politischen Umbruchs befindet sich die Währung des Landes weiterhin im freien Fall. Jetzt ruht die Hoffnung auf der EU.
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Politische und finanzielle Instabilität tragen zur Schwäche der ukrainischen Währung bei. Quelle: ap

Politische und finanzielle Instabilität tragen zur Schwäche der ukrainischen Währung bei.

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FrankfurtNach dem Machtwechsel in der Ukraine kommt die Landeswährung auf keinen grünen Zweig: Ein Dollar stieg am Dienstag um 2,7 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Hoch von 9,40 Hrywnia. Damit lag er nur noch 15 Kopeken unter seinem Rekordhoch vom Dezember 2008. Anleger plagt derzeit die Furcht vor dem finanziellen Kollaps des Landes.

Dem amtierenden Finanzminister Juri Kolobow zufolge braucht die Ukraine in den kommenden beiden Jahren 35 Milliarden Dollar an ausländischer Hilfe. „Dies wäre mehr als das Doppelte von dem was die russische Regierung noch im Dezember der alten Regierung unter Präsident Janukowitsch zugesichert hatte“, schrieb Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen in einem Kommentar.

„Die Vermutung liegt nahe, dass die ukrainische Übergangs-Regierung versucht, den besten Deal für sich rauszuholen.“ Da die EU bereits Hilfe signalisiert hat, geht die Expertin davon aus, dass der finanziellen Unterstützung der Ukraine wenig im Wege stehen dürfte, sobald die Bildung der Koalitionsregierung abgeschlossen ist. Der Dollar könnte sich in den nächsten Wochen daher knapp über neun Hrywnia stabilisiere, prognostiziert Thu Lan Nguyen.

  • rtr
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