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Inflationsschutz Goldpreis steigt auf den höchsten Stand seit Ende 2011

Am Dienstag stieg der Preis für eine Feinunze in der Spitze bis auf 1796,66 US-Dollar. Sein Rekordhoch hatte der Spot-Preis im Jahr 2011 bei 1921 Dollar erreicht.
07.07.2020 - 21:19 Uhr Kommentieren
Da Gold keine Zinsen abwirft, entfällt damit ein großer Nachteil des Edelmetalls gegenüber zinstragenden Wertpapieren. Quelle: Reuters
Goldbarren

Da Gold keine Zinsen abwirft, entfällt damit ein großer Nachteil des Edelmetalls gegenüber zinstragenden Wertpapieren.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der Goldpreis hat am Dienstag deutlich zugelegt und den höchsten Preis seit über acht Jahren erreicht. Am Dienstag stieg der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) in der Spitze bis auf 1796,66 US-Dollar. Das war der höchste Stand seit November 2011. Im Mittagshandel hatte der Goldpreis noch bei 1,1775 Dollar notiert. Sein Rekordhoch hatte der Spot-Preis im Jahr 2011 bei 1921 Dollar erreicht.

Gold profitiert vor allem von der durch die Coronakrise ausgelösten Unsicherheit. Die weiterhin sehr hohe Zahl an Neuinfektionen in den USA treibt die Anleger in das als sicher geltende Edelmetall. Auch in weiteren Weltregionen wie zuletzt in Australien kam es zu neuen Ausbrüchen. Hinzu kamen am Dienstag enttäuschende Industriedaten aus Deutschland. Die Rezession wegen der Corona-Pandemie wird nach der neuesten Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch stärker ausfallen als bisher angenommen.

Ein Punkt, der schon seit längerem für Gold spricht, sind die weltweit niedrigen Zinsen. Da Gold keine Zinsen abwirft, entfällt damit ein großer Nachteil des Edelmetalls gegenüber zinstragenden Wertpapieren. Auch wird mitunter befürchtet, dass die extrem lockere Geldpolitik vieler Zentralbanken früher oder später zu einer steigenden Inflation führen könnte. Gold gilt als Inflationsschutz.

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