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Investitionswelle Großinvestoren kaufen Farmland

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Ausgelöst werden diese Investitionen nicht zuletzt durch die Angst der politischen Machthaber in Peking, eine unzureichend versorgte oder sogar hungernde Bevölkerung könne rebellieren und für innenpolitische Instabilität sorgen. So haben die Regierungen Chinas und auch Indiens mehr als zehn Milliarden Dollar für Agrar-Investments auf dem afrikanischen Kontinent (Angola, Senegal, Äthiopien) in die Hand genommen. Der Großanleger Jim Rogers sieht darin eine weitsichtige Politik. Der berühmte Rohstoff- und China-Experte rät im Gespräch mit dem Handelsblatt: "Verkaufe Dein Haus, kaufe Farmland und einen Traktor und beginne mit der Landwirtschaft."

Diese Argumente ziehen auch bei Politikern wie Lybiens Staatschef Moammar Gaddafi. Wohl wissend, dass sie nur wenig eigene, fruchtbare Flächen besitzen, haben Libyen und andere arabische Länder zuletzt einen Teil ihrer Petrodollars in die Hand genommen und nach dem Vorbild der Chinesen in die endlosen Weiten Afrikas oder, wie Gaddafi, in der Ukraine investiert. Saudi-Arabiens Investmentgesellschaft Al Rajhi hat zuletzt 400 Mio. Dollar in Ägypten und Sudan investiert, um dort Weizen, Mais und Sorghum anzubauen. Andere arabische Investorengruppen sind in intensiven Gesprächen mit Regierungen in Tansania oder dem Sudan. Doch auch auf andere fruchtbare Regionen richten die Großinvestoren ihren Blick. Die BinLadin Group aus Riad hat 4,3 Mrd. Dollar in Reisanbauflächen in Indonesien gesteckt.

Dass solche Investitionen in politisch instabile Regionen jedoch durchaus riskant sind, hat Südkoreas Daewoo-Gruppe erfahren müssen. Deren Farmland-Transaktion auf Madagaskar wurde nach einem Regierungswechsel einfach abgesagt. Der südkoreanische Hyundai-Konzern dagegen setzt auf Russland. Das Unternehmen hat sich an einem Farmbetrieb im Osten des Landes beteiligt.

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