IWF friert Währungskorb ein Yuan wird vorerst keine Weltreservewährung

Dollar, Yen, Pfund und Euro: Sie bilden den Währungskorb des IWF. Aus Prestigegründen strebt China lange schon die Aufnahme des Yuan an. Doch daraus wird vor 2016 nun erstmal nichts.
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Der Yuan wird vor 2016 keine Weltreservewährung. Quelle: Reuters
China muss warten

Der Yuan wird vor 2016 keine Weltreservewährung.

(Foto: Reuters)

WashingtonChina kann frühestens im Herbst des kommenden Jahres darauf hoffen, dass die Landeswährung Yuan zur Weltreservewährung wird. Der Internationale Währungsfonds fror seinen Währungskorb bis Oktober 2016 ein, wie der IWF am Mittwoch bekanntgab. Das solle den Märkten Zeit geben, sich auf die Aufnahme des Yuans einzustellen.

Die Entscheidung, ob die Währung aufgenommen wird, soll im November fallen. In dem Währungskorb sind der Dollar, der japanische Yen, das britische Pfund und der Euro. Er ist Grundlage für die Kunstwährung des Fonds, das sogenannte Sonderziehungsrecht (SZR).

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

China strebt schon länger die Aufnahme in diesen Korb an. Viele Volkswirte werteten die Abwertung des Yuans in diesem Monat nicht als Konjunkturspritze im Kampf gegen die lahmende Wirtschaft, sondern als weiteren Schritt des Zahlungsmittels auf dem Weg zu einer Weltreservewährung. Eine Aufnahme in den Währungskorb würde der Volksrepublik einen Prestigegewinn verschaffen.

  • rtr
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