Japan Kampf gegen Deflation trägt Früchte

Für die japanische Landeswährung geht es seit Monaten bergab. Der Kampf gegen die Deflation, in den sich auch die USA eingeschaltet haben, zeigt Erfolge. Am Donnerstag tritt die Notenbank wieder auf den Plan.
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Japans Premierminister (R) und Finanzminister (L). Das Bündnis gegen den starken Yen. Quelle: Reuters

Japans Premierminister (R) und Finanzminister (L). Das Bündnis gegen den starken Yen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Yen hat sich am Dienstag von seinen jüngsten Verlusten zum Dollar etwas erholt. Die japanische Landeswährung pendelte um die Marke von 94 Yen. Am späten Montagabend war sie mit 94,42 Yen noch auf den tiefsten Stand seit Mai 2010 gefallen. Auslöser des Kursrutsches waren Äußerungen der US-Staatssekretärin Lael Brainard. Sie sagte Japan beim Kampf gegen die Deflation die Unterstützung der USA zu.

Der Yen ist wegen der lockeren Geldpolitik der Zentralbank seit Monaten auf Talfahrt. Anleger rechnen langfristig mit weiteren Maßnahmen zur Schwächung der Landeswährung, weil diese japanischen Unternehmen ermöglicht, eigene Produkte zu einem günstigeren Preis auf dem Weltmarkt anzubieten.

Die japanische Notenbank entscheidet am Donnerstag über die Zinspolitik für das ostasiatische Land. Im Januar hatte sie unbefristete Anleihenkäufe beschlossen und das Inflationsziel auf zwei Prozent verdoppelt.

  • rtr
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3 Kommentare zu "Japan: Kampf gegen Deflation trägt Früchte"

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  • Whoknows, es ist ein "offenes Geheimnis", das Japan eine so gefährliche Geldpolitik fährt, da man dort der festen Überzeugung ist, "systemrelevant" zu sein, d.h. dass eine Pleite Japans so gefährlich für die Weltwirtschaft wäre, dass es keine Alternative zu einer Rettung gäbe. Da spielt auch eine gehörige Portion des Japanischen Nationalismus und der Überzeugung mit rein, dass die Welt Japan dies schuldig sei.
    Ich hoffe, man lässt dieses Unverantwortlich agierende Land den Bach heruntergehen.

  • Kampf gegen Deflation ist Kampf gegen eine logische Abrechnung von Schulden, Preisen, Zinsen und Löhnen. Mit Produktivitätssteigerungen sollte es ja eigentlich Deflation geben, wie es in Jahrzehnten für Elektronik und Kleider gegeben habe. Das ist ja auch was Verbrauchern suchen. Inflation und verleitende Zinsen führen Chaos mit sich. Deflation war in Friedenszeiten normal vor 1914.

  • Es ist erschreckend wie hier im Handelsblatt dem staatlichen Interventionismus u.a. auch in Währungsfragen das Wort geredet wird. Ist das hier das "Neue Deutschland"?

    Die zu erntenden Früchte werden höhere Inflationsraten sein, die sich dann in höhreren Zinsen der japanischen Staatsanleihen äussern werden.

    Denn die Käufer der Anleihen werden keine Nullzinsen mehr akzeptieren wenn die Inflationsrate hochgeht. Willkommen in der Staatspleite Japan, ob der ESM dann auch Japan retten darf?

    Ist ja bestimmt auch systemrelevant...

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