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Japanischen Währung Der Yen gilt als unterbewertet

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Vor allem Privatleute profitieren vom großen Unterschied zwischen niedrigen Zinsen in Japan und hohen Zinsen anderswo. Dazu nehmen sie über standardisierte Produkte Geld in Japan billig auf und investieren es beispielsweise in Neuseeland, wo der Leitzins bei 7,25 Prozent liegt. Wenn die Zinsentwicklung unklar ist, steigen die Kosten für diese „Carry Trades“, wodurch sie zurzeit an Attraktivität verlieren. Die Bereitschaft zu solchen Transfergeschäften lasse nach, denn die Risikofreude der Anleger nehme ab, und es gebe wieder mehr andere lukrative Investments, sagt Ashley Davies, Devisenexperte bei UBS in Singapur.

Währungsstratege Masafumi Yamamoto von Nikko Citigroup in Tokio weist darauf hin, dass das ausstehende Volumen in den Carry Trades bisher noch ansteigt. Doch auch er erwartet, dass mit den Zinsschritten der BOJ der Markt für die in Japan als „Uridashi-Bonds“ bekannten Papiere für Privatanleger schrumpft. Das sollte seiner Ansicht nach zu einem Yen-Anstieg führen, obwohl die Zinsdifferenz zu Neuseeland auch bei einem BOJ-Zins von einem Prozent noch groß bleibt.

Doch auch andere Faktoren können den Yen stützen, so Yamamoto. Wenn der japanische Aktienmarkt wieder anzieht, werden voraussichtlich Auslandsanleger den Wert der Währung durch ihre Mittelzuflüsse hochtreiben. Als Gefahr für den Kurs sieht er die Oberhauswahl im Juli. Verliere die Regierungskoalition ihre Mehrheit im Oberhaus, herrsche politische Unsicherheit, die den Kurs der Währung belasten könnte.

Als angemessenen Wert sieht Henderson 105 bis 112 Yen pro Dollar. Für den Euro will er sich nicht genau festlegen, geht aber von einem ähnlichen Anstieg aus. Zurzeit steht der Dollar bei 118 Yen. Yamamoto hält Kurse zwischen 100 und 110 Yen je Dollar für realistisch.

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