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Japans Geldpolitik Yen geht auf Achterbahnfahrt

Geht die Strategie auf? Japans Regierung möchte mit seiner expansiven Geldpolitik die Konjunktur ankurbeln. Die Notenbank will nun Anleihen kaufen und schickt den Yen auf Talfahrt - aber nur ganz kurz.
22.01.2013 - 07:59 Uhr
Eine Kurstafel in Tokio. Der Yen ist auf Talfahrt. Quelle: dapd

Eine Kurstafel in Tokio. Der Yen ist auf Talfahrt.

(Foto: dapd)

Tokio Nach der Ankündigung massiver Anleihenkäufe durch die japanische Notenbank ist der Yen mit Abschlägen gehandelt worden. Die japanische Währung tendierte am Dienstag zum Dollar nahe des erst kurz zuvor erreichten Zweieinhalb-Jahres-Tief.

Die US-Währung kletterte zunächst auf 90,18 Yen, fiel kurz darauf aber auf 89,36 Yen ab.

Diese Tendenz ist nicht im Interesse der Regierung, die die Geldpolitik mit einer aggressiven Rhetorik flankiert. Japans neuer Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte nach der Entscheidung der Notenbank an, sein Land werde einen "Regimewechsel" in seiner makroökonomischen Strategie vollziehen. Durch eine entschlossene Lockerung der Geldpolitik müsse Japan die Deflation besiegen und den starken Yen-Anstieg korrigieren. Damit kündigte er offenen einen Abwertungswettlauf an.

Spekulationen, die Notenbank könnte auch ausländische Bonds kaufen, hätten sich nicht erfüllt, erklärte die Commerzbank in einem Kommentar. Solche Käufe seien aber auch nur von einer geringen Minderheit erwartet, da diese leicht von Japans Handelspartnern als Währungsmanipulation interpretiert worden wären.

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    Wenn das Geld nichts mehr wert ist
    Staatskrisen und politischer Wille
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    Der Tausch einer Währung kann viele Gründe haben. In Deutschland waren es politische, wie bei der Einführung des Euro. Aber auch Inflation wie bei der Einführung der Rentenmark mit drohendem Staatsbankrott könne Gründe für einen Währungswechsel sein. Auch nach Kriegen werden die Geldsorten gewechselt, in Deutschland etwa im Jahre 1948. 

    Foto: Peter Hintze, ehemaliger CDU-Bundesgeschaeftsführer, stellt ein Plakat zur Euroeinführung vor.

    (Foto: ap)
    Staatliche Wechselstube
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    Die Auswirkungen sind enorm und Währungswechsel kommen sehr häufig vor. So erlebte etwa ein Deutscher, der im Jahr 1921 in Leipzig geboren wurde, sechs Währungen. Im Durchschnitt wechselte bei ihm die Währung alle 15 Jahre. Handelsblatt Online zeigt auf den nächsten Seiten die wichtigsten Währungsreformen in Deutschland.

    (Foto: dpa)
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    Nach der Gründung des deutschen Reichs aus zahlreichen souveränen Einzelstaaten sollte auch eine einheitliche Währung her. Im Laufe der Jahre tauschten die Deutschen ihre Taler, Gulden und Kreuzer in Mark. Als letztes Land führte Bayern die Mark ein.

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    Die Hyperinflation in der Weimarer Republik besiegelte das Schicksal der Mark. Wegen des Weltkrieges hatte die Währung bereits mehr als die Hälfte an Kaufkraft verloren. In den Folgejahren verlor die Währung- auch wegen Kriegskosten und Reparationsleistungen drastisch an Wert.

    Reichsmark
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    In der Folge wurde die Mark auf die Renten- und später Reichsmark umgestellt. Der Wechselkurs betrug eine Billion Mark zu einer Reichsmark. Auch wenn die Reichsmark als Goldkernwährung keinen Goldstandard hatte, bewirkte sie eine Entspannung bei der Inflation. Der Währungskurs pendelte sich zum US-Dollar auf den Stand vor 1914 ein. Nach der Machtübernahe der Nazis und im folgenden Krieg stieg das Geldvolumen wieder stark an.

    1948 (BRD)
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    Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkrieges wurde in den alten Bundesländern die Deutsche Mark eingeführt. Die Reichsmark hatte keinen Wert mehr, die Deutschen schlugen sich mit Tauschgeschäften durch oder rechneten mit Zigaretten ab.

    D-Mark
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    Die Deutschen konnten ihre neue D-Mark an den Ausgabestellen für Lebensmittelmarken abholen: 40 DM sofort und weitere 20 DM zwei Monate später. Nach der Einführung folgte ein enormer Wirtschaftsaufschwung.

    Bild: Am 20. Juni 1948, dem Stichtag der Wahrungsreform in den westlichen Besatzungszonen, drängen sich die Bürger in einer Hamburger Umtauschstelle, um sich die neue Währung auszahlen zu lassen.

    (Foto: ap)

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