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Krypto-Kolumne

Coin und Co: Die Krypto-Kolumne Die Yale-Stiftung investiert in Krypto-Fonds

Es ist ein wichtiges Zeichen: Ein großer Stiftungsfonds steigt in die Welt von Bitcoin und Co. ein. Doch es reicht nicht, um die Kurse zu beleben.
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Virtuelle Börsengänge – Boom und Betrug

New YorkWohin steuert der Bitcoin – und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es jede Woche von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer Krypto-Kolumne „Coin & Co“. Heute Teil 35: Institutionelle Investments in Krypto-Fonds.

Das ganze Jahr hat die Branche darauf gewartet, jetzt ist es vollbracht: Der Stiftungsfonds der Elite-Universität Yale macht seine ersten Krypto-Investments. Das ist ein wichtiges Zeichen. Bislang haben sich institutionelle Investoren weitgehend fern gehalten aus der volatilen und hoch-spekulativen Welt von Bitcoin, Ethereum und Co.

Yale, mit dem zweitgrößten Fonds hinter Harvard, gilt zudem als viel beachteter Pionier. Der knapp 30 Milliarden Dollar schwere Fonds wird von David Swenson geführt. Als er 1985 anfing, verwaltete er gerade einmal eine Milliarde Dollar. Swenson gilt als experimentierfreudig und weitsichtig und wird in Yale auch der „hauseigene Warren Buffett“ genannt, auch wenn der Chef der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway selbst den Bitcoin zuletzt als „Rattengift“ abstempelte.

Swenson investiert laut US-Börsensender CNBC in zwei verschiedene Fonds. Zum einen beteiligt er sich am ersten Krypto-Fonds des renommierten Risikokapitalgebers Andreesen Horowitz, der 300 Millionen Dollar schwer ist und im Juni geschlossen wurde.

Die verantwortlichen Fondsmanager, Chris Dixon und Katie Haun erklärten bereits im Sommer, dass sie „wetterfeste“ Investments anstreben, die man zu jeder Zeit machen könne, unabhängig davon ob an den Krypto-Märkten gerade die Bullen oder die Bären dominieren. In den kommenden zwei bis drei Jahren wollen sie sowohl in neue und etablierte Kryptowährungen investieren und diese bis zu zehn Jahre lang halten.

Zudem setzt Yales Vermögensverwalter auch auf einen neu gestarteten Fonds namens Paradigm, der sich sowohl auf Kryptowährungen als auch auf die unterliegende Blockchain-Technologie konzentriert. Paradigm wurde von Fred Ehrsam, einem der Mitgründer der Krypto-Börse Coinbase und Matt Huang, einem ehemaligen Partner des Risikokapitalgebers Sequoia Capital, gegründet.

Sequoia ist auch als ein Investor in Paradigm gelistet. Dritter Mann im Bunde ist der 19-Jährige Charles Noyes, ein Krypto-Wunderkind, der zuvor bereits bei Pantera Capital arbeitete und in weniger als zwei Jahren vom Praktikanten zum einflussreichen Investmentmanager aufstieg, und nur einen Rang unter der Partner-Ebene war. Wie viel genau Yale in die Fonds investiert, ist nicht bekannt. Es wird vermutlich jedoch nur ein kleiner Anteil sein.

Für Krypto-Enthusiasten ist der Schritt dennoch ein Durchbruch. „Das sind riesige Nachrichten“, schwärmte Mike Novogratz, Gründer des Krypto-Fonds Galaxy Capital auf Twitter. „David Swenson ist der einflussreichste Investor der Welt“ und sei „der Alpha-Bulle der Herde.“ Spencer Bogart vom Blockchain Capital glaubt sogar, dass dieser Schritt einen neuen Bullen-Markt auslösen könnte.

Doch zu viel Euphorie ist fehl am Platz. Der Bitcoin-Kurs lag in der Nacht zum Samstag nur knapp im Plus. Ether, die zweitgrößte Krypto-Währung stieg um zwei Prozent. Doch insgesamt herrscht weiter Flaute. Schließlich sind viele Probleme rund um Bitcoin und Co. immer noch nicht aus der Welt geräumt.

Zum einen ist es nach wie vor schwierig, Krypto-Währungen sicher aufzubewahren. Zum anderen herrscht weiter Unsicherheit über künftige Regulierungsvorschriften. Die vielen Betrüger, die ahnungslose Investoren immer wieder mit hochtrabenden Versprechungen das Geld aus der Tasche ziehen, dominieren nach wie vor das Feld der sogenannten virtuellen Börsengänge. Zudem brauchen sowohl die Bitcoin- aus auch die Ethereum-Blockchain dringend umfassende Updates. Bis sich hier nicht glaubhaft Bewegung zeigt, wird der Bullenmarkt vermutlich nicht zurückkehren.

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