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Krypto-Kolumne

Coin und Co: Die Krypto-Kolumne Goldman-Meldung zeigt, wie spekulativ der Krypto-Markt ist

Berichte über Bitcoin-Pläne der Investmentbank verunsichern Investoren. Dabei ist nicht klar, dass ein Engagement der Wall Street gut für die Preise ist.
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„1000 Dollar abwärts? Beim Bitcoin gab es Schlimmeres“

New YorkWohin steuert der Bitcoin – und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es jede Woche von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer Krypto-Kolumne „Coin & Co.“. Heute Teil 32: Der Rückzug der Großbanken.

Es war ein unbestätigter Medienbericht, der den Bitcoin-Preis in den vergangenen Tagen erneut einbrechen ließ. Am Mittwoch meldete „Business Insider“, die Investmentbank Goldman Sachs würde von ihren Plänen Abstand nehmen, einen Handelsdesk für Kryptowährungen zu schaffen. Die größte Kryptowährung brach daraufhin in nur wenigen Stunden um 15 Prozent ein.

Am Freitag erst gab Goldman Entwarnung. An der Strategie der Investmentbank habe sich nichts geändert, betonte Finanzchef Marty Chavez auf einer Konferenz. Der Artikel vom Mittwoch sei „Fake News“, das Wall-Street-Haus prüfe weiterhin, welche Krypto-Produkte und -Dienstleistungen es seinen Kunden anbieten will. Darauf hat der Bitcoin-Kurs jedoch kaum reagiert.

Der heftige Ausschlag zeigt, wie spekulativ der Krypto-Markt immer noch ist, und wie sehr die Investoren auf gute Nachrichten hoffen und im Gegenzug von schlechten Nachrichten verschreckt werden.
Das ganze Jahr schon warten die Investoren, dass die Kurse wieder steigen und die Euphorie zurückkehrt.

Doch so schnell wird das nicht gehen. Die Branche muss sich neu sortieren. Zum einen, weil auf der ganzen Welt die Regulierungsvorschriften gestiegen sind und weiter steigen werden. Zum anderen, weil die strukturellen Probleme von Bitcoin, der zweitgrößten Kryptowährung Ether und anderen nicht so schnell gelöst werden können.

Die Entwickler der Ethereum-Blockchain, auf der Ether basiert, mussten erst kürzlich einräumen, dass die versprochenen Updates später kommen als geplant. Die sollen das Netzwerk schneller und effizienter machen und den Stromverbrauch senken. Doch die Zweifel wachsen, ob das wirklich möglich ist.

Ob das Engagement der Wall Street wirklich helfen wird, die Krypto-Preise wieder nach oben zu treiben, bleibt eine andere Frage. Goldman interessiert sich vor allem dafür, Derivate auf Bitcoin und Co. anzubieten. Die Investoren könnten damit auf die Krypto-Preise setzen, ohne tatsächlich Kryptowährungen besitzen zu müssen.

Damit wird jedoch ein wichtiger Faktor der Kryptowelt ausgehebelt: Die Zahl der Bitcoin ist von den Erfindern bewusst auf 21 Millionen Stück begrenzt worden. Ähnlich wie bei Gold sollten die Ressourcen also knapp sein. Derivate stören jedoch dieses System, weil sie den Seltenheitsfaktor aufheben. Krypto-Investoren sollten bei aller Nervosität auch das bedenken.

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