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Krypto-Kolumne

Coin & Co: Die Krypto-Kolumne Schluss mit den Preisschwankungen! Jetzt kommt der Bitcoin 2.0

Sie sind der letzte Schrei im Krypto-Reich: sogenannte Stablecoins, deren Kurs nicht schwankt. Sie könnten den Bitcoin-Traum eines alternativen Geldsystems verwirklichen.
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Würde die Kryptowährung das zirkulierende Dollar-Bargeld ersetzen, müsste der Kurs bei rund 212.000 Dollar liegen. Quelle: Reuters
Bitcoin und Bargeld

Würde die Kryptowährung das zirkulierende Dollar-Bargeld ersetzen, müsste der Kurs bei rund 212.000 Dollar liegen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtWohin steuert der Bitcoin – und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es jede Woche von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer Krypto-Kolumne „Coin & Co.“. Heute Teil 31: Was Stablecoins so besonders macht.

Der Newsletter „The Information“ spricht von einem Fieber, „Coindesk“ vom „Heiligen Gral“ der Kryptowelt. Nach Aussage der Researchfirma Autnomous Next haben sogenannte Stablecoins im laufenden Jahr schon mehr als eine halbe Milliarde Dollar an Investorengeld angezogen. Seit Januar sind mindestens 14 Projekte gestartet worden, zum Teil mit Unterstützung von namhaften Finanzierern wie etwa Andreessen Horowitz und Bain Capital.

Gerade ist ein besonders spannendes Projekt in Korea aufgelegt worden, wie „Coindesk“ schreibt. Die mit rund 1,4 Milliarden Dollar bewertete Firma Timon hat eine Währung mit dem Namen Terra ins Leben gerufen und dazu von Investoren rund 32 Millionen Dollar eingesammelt. Hinter dem Projekt steht eine ganze Gruppe von Internet-Handelsfirmen – mit einem aufsummierten Umsatz von 25 Milliarden Dollar und etwa 40 Millionen Kunden.

In der Regel versuchen Stablecoins, eine traditionelle Währung, meist ist es der Dollar, eins zu eins abzubilden. Anders als bei Bitcoins, wo die Anzahl der ausgegebenen Münzen vorprogrammiert ist, müssen Stablecoins flexibel gesteuert werden, um dem Kurs der abgebildeten Währung folgen zu können. Umstritten ist oft, ob sie tatsächlich ausreichend durch Reserven in „echter“ Währung abgesichert sind.

Terra möchte zunächst den Währungskorb der Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds abbilden, aber später in den Korb auch „grundlegende“ Güter wie Gold, Mais und Holz aufnehmen. Im Konzeptpapier von Terra, dem Whitepaper, heißt es: „Dieser Ansatz befreit Terra von der Geldpolitik jeder Regierung und wird mit der Zeit den Übergang zu einem Regime erlauben, in dem Fiat-Währungen keine Rolle mehr spielen.“

Fiat-Währungen sind solche, die nicht mit der Deckung durch einen Rohstoff wie Gold ihren Wert erhalten, sondern allein durch das Vertrauen in die jeweilige Notenbank. Dazu zählen praktisch alle heutigen Währungen. Letztlich, so klingt aus der Formulierung von Terra an, ist dort eine Rückkehr zu einer rohstoffbasierten Währung geplant.

Terra möchte damit den ursprünglichen Traum der Bitcoins wiederbeleben – und so eine Art Bitcoin 2.0 schaffen. Die virtuellen Münzen waren ja zunächst aufgelegt worden, um ein unabhängiges Bezahlsystem zu schaffen. Die im Voraus geplante Beschränkung der umlaufenden Münzen sollte den Werterhalt garantieren, was aber, jedenfalls gemessen an ihrem Preis in klassischen Währungen, nicht funktioniert hat.

Im Lauf der Zeit hat sich die Bezahlung mit Bitcoins als unpraktisch erwiesen, und die virtuellen Münzen wurden vor allem zum Spekulationsobjekt. Ihr heftig schwankender Wert ist ein Grund, warum sie für praktische Zahlungszwecke nicht gut geeignet sind.

Terra will nun in einem neuen Anlauf den klassischen Zahlungsverkehr revolutionieren und verbilligen – zum Beispiel im Vergleich zu den herkömmlichen Kreditkartensystemen. Die Hoffnung ist, dass die Stabilisierung des Wertes die reale Nutzbarkeit der Münzen erhöht.

Ob das alles funktioniert, steht zwar in den Sternen. Aber dass große Handelskonzerne im innovationsfreudigen Asien sich an dem Projekt beteiligen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass etwas daraus wird.

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