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Krypto-Kolumne

Coin und Co: Die Krypto-Kolumne Wann wird die Krypto-Branche erwachsen?

Das Jahr wird dominiert von einem lang anhaltenden Bärenmarkt. Wann es wieder aufwärts geht, hängt auch davon ab, wie schnell die vielen Bösewichte verschwinden.
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Der Bärenmarkt für Krypto-Währungen hält nun schon das ganze Jahr an. Quelle: dpa
Bitcoin

Der Bärenmarkt für Krypto-Währungen hält nun schon das ganze Jahr an.

(Foto: dpa)

New YorkWohin steuert der Bitcoin – und mit ihm die vielen anderen Kryptowährungen? Einschätzungen, Hintergründe und Anekdoten gibt es jede Woche von den Handelsblatt-Redakteuren Astrid Dörner, Felix Holtermann und Frank Wiebe in unserer Krypto-Kolumne „Coin & Co“. Heute Teil 38: Krypto-Branche in den Kinderschuhen.

Vor einem Jahr war die Zuversicht der Hedgefonds-Manager kaum zu stoppen. In rund drei Monaten würden die ersten Universitätsstiftungen und andere institutionelle Investoren in den Krypto-Markt einsteigen, was die Preise von Bitcoin, Ether und Co. erst so richtig in die Höhe schießen lassen würde. So lautete das Mantra auf einer New Yorker Investment-Konferenz, die sich speziell auf virtuelle Währungen fokussiert hatte.

Von diesen Prophezeiungen sind wir heute weit entfernt. Der Bärenmarkt hält nun schon das ganze Jahr an. Der Bitcoin hat seit seinem Allzeithoch im Dezember rund 70 Prozent an Wert verloren und kostete in der Nacht zum Sonntag rund 6.400 Dollar.

Gründe (und Ausreden) gab es viele. Doch Fakt ist: Die Branche, die angetreten ist, die Bankenwelt zu ersetzen, kämpft mit ihrer ganz eigenen Finanzkrise. Die Innovationen, an denen die vielen Start-ups überall auf der Welt arbeiten, werden überschattet von immer neuen negativen Schlagzeilen.

Dass Aufseher virtuelle Börsengänge, sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) stoppen, gehört längst zum Alltag. Genauso wie gehackte Krypto-Börsen und gelegentlich quälend lange Wartezeiten für Nutzer, bis sie ihre Kryptowährungen zurück in herkömmliche Währungen wie Euro oder Dollar tauschen können.

Die Aufseher haben längst klar gemacht, dass sie noch lange nicht am Ende sind. Die US-Börsenaufsicht SEC zum Beispiel hat erst am Donnerstag die Gründer einer dezentralen Krypto-Börse verklagt, weil sie gegen Wertpapier-Gesetze verstoßen haben. Und die Behörde ließ durchblicken, dass dies erst der Anfang sei. Nicht nur ICOs, sondern auch Krypto-Börsen aller Art könnten künftig stärker in den Fokus geraten.

Institutionelle Investoren und auch viele Kleinanleger schreckt das ab. Nach dem großen Krypto-Hype des vergangenen Herbsts haben viele mittlerweile die Geduld verloren oder das Interesse, überhaupt noch einzusteigen. Institutionelle Investoren halten sich immer noch fern.

Und das aus gutem Grund. Nicht nur die Volatilität ist ein Problem, auch der oft immer noch unklare rechtliche Rahmen. Wer will schon in eine Kryptowährung investieren oder auf einer Krypto-Plattform handeln, dessen Betreiber von der SEC verklagt werden?

Bis die Branche endlich aufräumt und lernt, frühzeitig auf Regulierungsbehörden zuzugehen, wird der Bärenmarkt vermutlich anhalten. Gegen Disruption ist nichts einzuwenden, auch nicht gegen Disruption von Banken. Doch das kann nur nachhaltig sein, wenn man die Gesetze auf seiner Seite hat.

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