Kryptowährung Alibaba-Gründer Jack Ma warnt vor Bitcoin – wirbt aber für Blockchain

Alibaba-Gründer Jack Ma warnt eindringlich vor einer Bitcoin-Blase. Zugleich wirbt der chinesische Milliardär aber für die Blockchain-Technologie.
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Mas Firma Ant Financial nutzt künftig die Blockchain für internationale Geldtransfers. Doch beim Thema Bitcoin ist der Alibaba-Gründer skeptisch. Quelle: AFP
Jack Ma

Mas Firma Ant Financial nutzt künftig die Blockchain für internationale Geldtransfers. Doch beim Thema Bitcoin ist der Alibaba-Gründer skeptisch.

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DüsseldorfAlibaba-Gründer und Milliardär Jack Ma warnt vor Bitcoin: „Die Blockchain-Technologie kann die Welt stärker verändern, als die Menschen es es sich je vorgestellt haben. Doch der Bitcoin könnte eine Blase sein“, sagte Ma am Montag bei einer Veranstaltung des Fintechs Ant Financial, früher bekannt als Alipay. Das meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Dabei bewarb Ma ein neues Feature des Fintechs: den blockchain-basierten Geldtransfer von Hongkong auf die Philippinen. Die neue Technologie soll internationale Geldtransfers günstiger machen: „Traditionelle Finanzinstitutionen nützen 20 Prozent der Leute und haben Margen von bis zu 80 Prozent“, stichelte Ma gegen etablierte Branchengrößen wie etwa Moneygram. Dabei solle es umgekehrt sein.

Der Ant-Financial-Service solle in Zukunft nicht nur Transfers zwischen Hongkong und den Philippinen abdecken, sondern auch in andere Länder, sagte Ma, ohne allerdings weitere Details zu nennen.

Die Warnung Mas kommt zu einer schwierigen Zeit für die Bitcoin-Anleger. So fiel die Kryptowährung am Sonntag auf 5780 Dollar pro Bitcoin und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn 2018. Eine Reihe von Hacks sowie eine strengere Regulierung durch die Finanzaufseher in mehreren Ländern haben das Vertrauen in die Kryptowährung erschüttert und sie für Anleger somit weniger attraktiv gemacht.

Hacks und Regulierung machen Bitcoin unattraktiv

Zum Beispiel wurden am 22. Juni Adressen von elektronischen Brieftaschen, sogenannter Wallets, und Passwörter in einem Gruppenchat der südkoreanischen App KakaoTalk veröffentlicht – ein kleinerer Skandal, schließlich verspricht die Kryptowährung Bitcoin ihren Nutzern Anonymität.

Der jüngste Rutsch der Kryptowährung dürfte aber vor allem mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich zusammenhängen. So sagte Hyun Song Shin, ein ranghoher Beamter der Bank, die als eine Art Clearingstelle für Notenbanken fungiert, dass Kryptowährungen wie Bitcoin genauso reguliert werden sollten wie Aktien und Anleihen.

„Wenn die Leute die Münzen halten, um Gewinne zu erwirtschaften, ähnelt das Wertpapieren. Sie sollten deshalb genauso einer strengen Regulierung und Dokumentation wie Wertpapiere unterliegen, die ihren Anlegern Rendite versprechen“, sagte er beim Jahrestreffen der BIZ.

Am Montag hat sich der Bitcoin-Kurs von dem Sonntagsschock allerdings wieder erholt. So notierte die Kryptowährung am Montagmittag zuletzt bei 6177 Dollar und damit 4,7 Prozent höher als am Vortag, zeigen die Daten der Webseite coinmarketcap.com.

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