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Kryptowährung Bitcoin-Boom auf Island – Stromkonzern fürchtet Energienotstand

Wegen der günstigen Stromerzeugung sind viele Rechenzentren nach Island gezogen. Die Bitcoin-Produzenten verbrauchen schon mehr Strom als alle Privathaushalte.
13.02.2018 Update: 13.02.2018 - 12:05 Uhr

Eiskalte Geschäfte – Island boomt mit Bitcoin-Farmen

London Der hohe Energieverbrauch zur Erzeugung der Digitalwährung Bitcoin sorgt für Schlagzeilen. Die in Island beheimateten Bitcoin-Produzenten dürften in diesem Jahr mehr Strom verbrauchen als alle isländischen Privathaushalte zusammen, wie der Sprecher des isländischen Energieunternehmens HS Orkas, Johann Snorri Sigurbergsson, dem britischen Fernsehsender BBC am Dienstag sagte.

Grund des hohen Energieverbrauchs sei, dass sich immer mehr Rechenzentren, darunter sogenannte „Miner“, in Island ansiedeln wollten. Es gebe eine hohe Anzahl von Kundenanfragen, sagte Sigurbergsson: „Wenn all diese Projekte realisiert werden, haben wir nicht genug Energie dafür.“

Unter „Mining“ wird die Herstellung von Bitcoins verstanden. Hierbei führen die „Miner“ hochkomplexe Rechenoperationen durch und erhalten dafür frische Bitcoins.

Island ist ein kleines Land mit etwa 350.000 Einwohnern. In den vergangenen Jahren sind viele Rechenzentren in das Land gezogen. Ein Grund dafür ist die vergleichsweise günstige Stromerzeugung, die in Island fast ausschließlich aus erneuerbaren Energien wie Erdwärme oder Wasserkraft erfolgt.

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