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Kryptowährung Bitcoin fällt unter 30.000 Dollar – Sorgen wegen Regulierung und Blasenbildung

Anfang Januar erreichte die Digitalwährung ihr Rekordhoch, doch nun geht es deutlich abwärts. Die Dynamik in diesem unreifen Markt hat sich umgekehrt.
22.01.2021 - 13:29 Uhr 1 Kommentar
Kritiker sehen in der Unstetigkeit des Bitcoin einen Beleg dafür, dass er als Zahlungsmittel und Finanzanlage ungeeignet sei. Quelle: Reuters
Bitcoin

Kritiker sehen in der Unstetigkeit des Bitcoin einen Beleg dafür, dass er als Zahlungsmittel und Finanzanlage ungeeignet sei.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Bitcoin steht vor dem größten Wochenverlust seit dem Corona-Crash im vergangenen März. Die Kryptowährung liegt in dieser Woche derzeit elf Prozent im Minus, an diesem Freitag ist sie unter die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Dollar gefallen.

Zuletzt notierte der Bitcoin laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap bei rund 26.422 Dollar. Gegenüber dem Rekordhoch von 41.942 Dollar am 8. Januar ist das ein Minus von 37 Prozent.

Auch andere Digitalwährungen wie Ethereum und Ripple sind nach der jüngsten Kursrally auf dem Rückzug. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen zusammen sank in dieser Woche um rund zehn Prozent auf 920 Milliarden Dollar. „Vor allem über das Wochenende bleiben weitere Verkäufe nicht auszuschließen“, sagt Bitcoin-Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus.

Hinter den Kursverlusten steht zum einen die Furcht vor einer schärferen Regulierung unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden. Während eine Regulierung laut Emden tendenziell positiv zu bewerten ist, „könnte die durch Joe Biden nominierte US-Finanzministern Janet Yellen gegen Kryptowährungen mobilmachen und die Verwendung empfindlich einschränken“.

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    Unter der Woche hatte Yellen während einer Anhörung im Senat Bedenken bezüglich Kryptowährungen geäußert. Diese könnten zur Finanzierung illegaler Aktivitäten verwendet werden.

    Ist der Markt heiß gelaufen?

    Zum anderen machen sich Anleger Sorgen, dass der Kryptomarkt heiß gelaufen ist und die Kurse zu weit gestiegen sind. Seit dem Einbruch im März des vergangenen Jahres stieg der Bitcoin in der Spitze um bis zu 780 Prozent.

    Wer für diese Rally verantwortlich war, ist eines der vielen Krypto-Rätsel. Der Markt ist mit seinen vielen Handelsplätzen schwierig zu überblicken, der Großteil der existierenden Bitcoin-Einheiten ist im Besitz einiger weniger Marktteilnehmer. Rund 95 Prozent der Kryptowährung liegen auf zwei Prozent der bestehenden, anonymen Konten.

    Trotzdem war die Kryptowährung in den vergangenen Monaten extrem gefragt. So ist der Bitcoin Trust des Fondsmanagers Grayscale im dritten Quartal 2020 um drei Milliarden Dollar gewachsen.

    Am Mittwoch reichte zudem Blackrock Unterlagen ein, um Bitcoin-Futures als zulässiges Investment in zwei Fonds hinzuzufügen. Es ist erste Mal, dass der weltweit größte Vermögensverwalter Kunden ein Engagement in Kryptowährung anbietet. Für die Branche wäre dies ein weiterer Ritterschlag.

    Zwischen null und 100.000 Dollar

    Jehan Chu, geschäftsführender Gesellschafter der Blockchain-Beratungsfirma Kenetic Capital in Hongkong, sieht deswegen Befürchtungen über einen weiteren Ausverkauf als „unbegründet“ an. Aktuell laufe infolge von Gewinnmitnahmen eine „natürliche Korrektur“, aber noch für dieses Jahr prognostiziert er einen Kurs von 100.000 Dollar.

    So optimistisch ist aber längst nicht jeder. Die britische Finanzaufsicht (FCA) und die Europäische Zentralbank hatten jüngst vor den Gefahren bei Kryptoinvestments gewarnt. Analysten der Schweizer Großbank UBS warnen Krypto-Neulinge, die jetzt in die Rekordrally einsteigen wollen, vor einem Totalverlust.

    Angesichts der drohenden Regulierung und der Konkurrenz durch staatliches Krypto-Geld, welches von den Zentralbanken ausgegeben wird, ist laut UBS Global Wealth Management nicht ausgeschlossen, dass die großen Digitalwährungen einfach wieder verschwinden.

    Mehr: Lesen Sie hier, warum die EU den digitalen Euro will.

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    1 Kommentar zu "Kryptowährung: Bitcoin fällt unter 30.000 Dollar – Sorgen wegen Regulierung und Blasenbildung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das Handelsblatt ist immer seiner Zeit voraus, jetzt erscheinen sogar schon Artikel vom Folgetag (23.01.2021)
      :-)

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